Freitag, 30. Januar 2015

Friday Fives

Manche Wochen scheinen nicht viel Gutes bereit zu halten. Letzten Freitag ging es mir schon schlecht und der sich entwickelnde hartnäckige Husten ist leider die ganze Woche über geblieben. Dazu wurde auch Elias immer kränklicher, so dass wir uns nachts gegenseitig mit Husten und Schreien weckten.
Trotzdem versuche ich fünf Dinge zu finden, für die ich in dieser Woche dankbar bin.

1. Erinnern! Die Woche war ganz besonders geprägt von dem Erinnern an Auschwitz. Beeindruckend waren für mich dabei vor allem die Überlebenden, die zum Beispiel bei Günther Jauch zu Wort kamen. Ich bin dankbar, ihnen zuhören zu können.

2. Routine. Vor einigen Jahren hätte ich nicht gedacht, dass mir das Autofahren wieder Spaß machen würde. Letzte und diese Woche bin ich nun fast täglich gefahren und ich muss sagen: ich wurde zwar zum ersten Mal "geblitzt", aber es macht wirklich Spaß.

3. Zukunftsplanung. Die große Tochter hat eine Einladung zu einem Bewerbertag bekommen. Damit wird ihre Zukunft vielleicht etwas konkreter, sehr spannend!

4. Plan B. Es gibt noch einen Hoffnungsschimmer, aber falls es mit dem Kindergartenplatz nicht klappen sollte, entwickelt sich so langsam ein Plan B.

5. Das Praktikum als gute Erfahrung. Ich bin dankbar, dass der große Sohn gute Erfahrungen in seinem Praktikum sammeln konnte. Er wurde herzlich aufgenommen und die Arbeit in der Fahrradwerkstatt hat ihm viel Spaß gemacht.

Die Friday Fives werden wie immer bei Buntraum gesammelt.

Donnerstag, 29. Januar 2015

Meine Küche im Januar

Im letzten Jahr gab es hier im Blog ja die ziemlich erfolgreiche Rubrik "This week in my kitchen!". Leider führt Heather diesen wöchentlichen Einblick in die Küchen nicht mehr fort. Mir ist es aber auch bisweilen schwer gefallen, wöchentlich schöne Bilder vom Kochen zu finden, die sich nicht ständig wiederholten. Daher werde ich in diesem Jahr eine monatliche Rubrik beginnen, die immer gegen Ende eines Monats erscheinen wird. Wenn ihr mögt, könnt ihr die Idee gerne übernehmen und via inlinkz eure "Küche im..." zeigen.


Die asiatische Tofu-Nudelsuppe gab es bei uns am Neujahrstag. Das Rezept findet ihr in dem neuen wunderschönen Blog von Tinka. Für mich war es die erste asiatische Suppe und ich bin echt begeistert.

Ein marokkanisches Gemüsegericht von Green Kitchen Stories. David und Luise von dem tollen schwedischen Foodblog sind ja inzwischen berühmt und haben schon mehrere Kochbücher veröffentlicht. Die grüne Küche: Köstliche vegetarische Ideen für jeden Tag gibt es inzwischen auch auf deutsch.


Auberginenlasagne aus meinem neuen Kochbuch: Sarahs Kochbuch für das ganze Jahr
frisch gepresste Säfte
Kaiserschmarrn
frische Tulpen

Eigentlich wollte ich euch die Möglichkeit geben, mit dem praktischen linktool zu verlinken, aber mir fehlt heute die Muße, mich damit zu beschäftigen. Daher verlinkt gerne eure Beiträge in den Kommentaren!

Mittwoch, 28. Januar 2015

Ein Tag im Januar

Elias und ich haben eine anstrengende Nacht, da ich immer wieder stark husten muss und ihn dadurch aufwecke. Um 6:30 Uhr ist die Nacht dann endgültig vorbei. Ich fühle mich krank und bedauere mich ein bisschen selbst. Schade, dass es keine Krankschreibung für Mütter gibt.
Der Mann und Linnea frühstücken und gehen um 7:40 Uhr aus dem Haus. Danach räume ich auf und springe unter die Dusche. Elias setzt ich derweil immer mit ein paar Pixi-Büchern in den Maxi-Cosi.
Zum Glück ist er gut gelaunt und beschäftigt sich später im Flur mit Fahrradreparaturen.
Ich nehme noch einmal Hustensaft und hoffe auf Wirkung.


Um 9:20 Uhr wecken wir den großen Sohn, den wir diese Woche noch täglich zu seinem Praktikum bringen. 
Nach der Fahrt kommt noch Besuch von Elias Spielgruppen-Freund. Mit der Mama des Jungen diskutiere ich Alternativen zum Kindergarten-Platz.
Um 12:30 Uhr bringe ich Elias ins Bett und habe kurz Zeit, am Computer meine Gemüsenkisten-Bestellung zu aktualisieren. 
Dann koche ich Fenchel-Risotto. Der Sohn ruft an und fragt, ob jemand ihn abholen kann, da heute wenig zu tun ist.
Der Mann ist leider schon im Auto und kommt zum Mittagessen. Wir beschließen, dass er ihn auf dem Rückweg zur Praxis abholt und zur Bushaltestelle bringt. Das Risotto ist köstlich! Linnea setzt sich nach dem Essen sofort an die Hausaufgaben, ich erledige schnell noch etwas Praxispost. Dann ist endlich Zeit zum Durchatmen!
Die große Tochter kommt um 15:30 Uhr und übernimmt Elias, da Linnea und ich zur Kommunion-Vorbereitung fahren. Dieses Mal habe ich die Stunde konzipiert, da ich wegen des Hustens aber schlecht sprechen kann, übernimmt eine Mit-Katechetin die Durchführung. Heute geht es um die Taufe und die Bedeutung der Namen. Die zehn Kinder machen begeistert mit, was wirklich für alle eine große Freude ist. 
Gegen 18 Uhr sind wir wieder zuhause. Der Sohn ist inzwischen auch angekommen, das Risotto ist komplett aufgegessen. Elias ist etwas aufgedreht und braucht ein bisschen Ruhe und eine frische Windel. 
Die Post, ein kleines Büchlein mit Texten von Maria Montessori, mit dem an einer Leserunde bei Facebook teilnehme, und ein paar Klamotten- Einkäufe werden gesichtet. Es muss noch Wäsche verräumt werden, der Papa kommt und wir essen noch ein paar Brote. Dabei werden die Urlaubspläne der großen Kinder diskutiert. 
Danach bringe ich Elias ins Bett, was mit Zähne putzen und Lesen eine gute halbe Stunde dauert. Um 20:10 Uhr bin ich wieder unten. 
Wir schauen noch etwas Fernsehen (eine Sendung über Bier, die nicht allzuviel Neues bringt) und ich schlage ein neues Sockenprojekt an. Gegen 21:30 Uhr zieht es mich ins Bett und ich schreibe mit Evernote diesen Text fertig.

Podcast-Queue

Da ich im Moment recht selten zu einer richtigen Strick- und Hörpause komme, habe ich heute nur drei Podcast-Tipps für euch. Sehr gefreut habe ich mich über die neue Folge von Gedankengut, in der es unter anderem nochmal um den faserverrückten Jahresrückblick geht.
Absolut hörenswert ist auch mal wieder die aktuelle Folge der Urbanen Spinnstube.
Auch von Knitterhagel gibt es eine neue Episode, die noch darauf wartet gehört zu werden.
Inzwischen habe ich einen neuen Pullunder für Elias aus einem Rest "Maxima" von Manos del Uruguay fertig gestrickt. Ein richtig warmes Teil, das auch von links ganz schön aussieht.

Montag, 26. Januar 2015

Das schwarze Loch - ein Jahr danach

Vor einem Jahr habe ich hier über meinen Zusammenbruch berichtet. Eine Erholung versprechende Auszeit war kurzfristig abgesagt worden und ich bin in ein “schwarzes Loch“ gefallen. Die Erschöpfung ging mit vielen Schuldgefühlen und Gedanken einher: "Warum fällt es mir so schwer, die Kraft für mein viertes Kind aufzubringen?", "Warum bin ich so ungeduldig und unausgeglichen?". Es ging mir wirklich schlecht. Ich war müde und erschöpft und es fiel mir zeitweise schwer, Freude zu empfinden. Zusätzlich war ich mir die ganze Zeit bewusst, dass ich dabei war, in eine Depression zu rutschen und überlegte verzweifelt, wie ich mir selbst helfen könnte. Ein erster Schritt war der amerikanische Online-Workshop, der mir noch einmal mögliche Ressourcen aufzeigte und vor allem das Gefühl vermittelte nicht alleine zu sein. Das hat sehr gut getan. 
Während ich dann in den ersten Urlaubstagen in Südtirol noch einmal ein Tief erlebte, ging es danach stetig bergauf. Vor allem der Besuch der Spielgruppe nach den Sommerferien und die neuen Kontakte zu Müttern gleichaltriger Kinder haben für mich den Durchbruch gebracht. Das Erleben von Gemeinschaft spielt wirklich eine wichtige Rolle für mich.
Zusätzlich hat mich auch die Aussicht auf einen Kindergartenplatz ab zwei Jahren aufrecht gehalten, denn als Mutter von vier Kindern bin ich schon arg an meinen Grenzen. Dass der Kindergartenplatz gar nicht sicher ist, habe ich Anfang letzter Woche erfahren. Das hat mich wirklich wieder ziemlich runter gerissen. Trotzdem geht es mir glücklicherweise besser als vor einem Jahr. Ich weiß mich unterstützt und geborgen und ruhe wieder viel mehr in mir selbst. Die innere Zufriedenheit ist wieder da und das trägt mich auch durch anstrengende Phasen. 

Trotzdem liegt mir das Thema "Burnout bei Müttern" auch als Diplom-Psychologin nach wie vor sehr am Herzen (hier mein Gastbeitrag zum Thema bei Tafjora). Wer sich in einer ähnlichen Situation befindet und mir gerne schreiben möchte kann das gerne über email tun (Mailadresse im Impressum). 

Sonntag, 25. Januar 2015

Wochenende 24. / 25.1. 2015

Auch dieses Wochenende beteilige ich mich gerne an der Aktion "Wochenende in Bildern" von Frau Mierau.
Am Samstagmorgen werden wir von dichtem Schneefall überrascht. Ich hatte gar nichts von der Wettervorhersage mitbekommen und bin ganz erstaunt, dass es draußen so weiß ist.
Der Mann und ich wollen heute etwas zu zweit unternehmen, aber erst muss das Auto frei geräumt werden.




Wir verbringen einen schönen Tag auf der Kölner Möbelmesse. Es gibt viele Eindrücke. Mir scheint, das Wohnen soll noch bequemer und einfacher werden, z.B. gibt es viele verstellbare Sofas, so dass man sich gar nicht mehr bewegen muss und das Kochen wird auch zunehmend von integrierten Programmen übernommen.
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Am frühen Sonntagmorgen wärmt der neue Pullunder.
Danach sind Linnea und ich unterwegs in die Kirche.
Dieses Wochenende gibt es viele Filme und Diskussionen zum Thema "70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz", sehenswert der Film "Die Liebe des Otto Weidt" und die Talkrunde "WestArt".


Die Kinder helfen beim Kochen. Es gibt Wirsing-Lasagne, die allen wunderbar schmeckt 
und schnell aufgegessen ist.
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Nun folgen noch die üblichen Sonntagsbeschäftigungen wie Papierkram und Baden. Ich wünsche euch eine gute Woche und hoffe, dass sich in Sachen Kindergarten alles zum Guten wendet.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Gelesen, gesehen, gespielt und gehört im Januar

In Anlehnung an die von mir immer mit Spannung erwarteten Posts über Bücher, Filme, Spiele und Musik von Max Buddenbohm möchte auch ich erzählen, welche Filme, Bücher und Musik hier in diesem Monat kursieren.

Der Gott des Gemetzels ist wirklich ein ungewöhnlicher Film, er basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Yasmina Reza und beobachtet ein nachmittägliches Treffen von zwei Elternpaaren, die sich mit einem folgenreichen Streit ihrer 11jährigen Söhne auseinandersetzen. Ein Kammerstück mit hervorragenden Schauspielern (u.a. Jodie Foster und Christoph Waltz), die allesamt an ihre Grenzen gehen.

Sonntagabend ist Tatort-Zeit! Allerdings nicht immer, denn es gibt einige, die ich mir nicht so gerne ansehe. Am 11. Januar gab es einen Dortmunder Tatort zum Thema “Rechte Szene“, der angesichts der schrecklichen Ereignisse in Paris beklemmend aktuell war. Für mich ist der Dortmunder Tatort inzwischen einer der besten, denn die Geschichte von Kommissar Faber und seinem Team werden konsequent weiter erzählt. Dabei werden die Spannungen zwischen den Figuren oft nur angerissen und man wartet gespannt auf die nächste Folge.

Julie Hastrup “Todessommer“ - wie hier bereits beschrieben, genieße ich es sehr, mal wieder ein richtiges Buch zu lesen. Rebekka Holm, die Ermittlerin in diesem dänischen Krimi, ist eine alte Bekannte, denn auch die vorigen Bücher Vergeltung und Blut für Blut habe ich sehr gerne gelesen.

Damit aus Linnea eine Leseratte wird, brauchte es zwei Dinge: 1. musste ein kleines technisches Gerät verschwinden (“Ich weiß auch nicht wo der Nintendo ist“) und 2. musste das richtige Buch gefunden werden. Zu Weihnachten hat sie daher “Mein Lotta-Leben - Alles voller Kaninchen“ geschenkt bekommen und liest es tatsächlich sehr gerne. Das Buch ist im Tagebuch-Stil geschrieben und mit witzigen Zeichnungen illustriert, so dass man schnell weiter kommt. Trotzdem ist das Buch nicht oberflächlich, sondern versucht durchaus die Lebensrealität von Kindern heute und ihre Probleme rund um Familie und Freundschaft einzufangen.

Elias mag immer noch gerne Bücher, in denen es etwas zu hören gibt. In dem Buch “Hör mal: Im Wald“ ist ihm der röhrende Hirsch am liebsten, aber auch ein bisschen unheimlich. Sehr schön ist auch immer noch “Zauberklang der Meere".

Mittwoch, 21. Januar 2015

Podcast-Queue

Susanne von Handgemacht hat eine englische Folge aufgenommen.
Auch von der Farbenspielerei gibt es Neuigkeiten (von der Blogseite kommt man auf den Podcast-feed, wo es schon Folge 8 gibt).
Es gibt die 007. Folge von Ausfasernd.
Außerdem empfehlenswert ist der Film "Neuland" in der NDR-Mediathek. 

Viel Spaß beim Stricken und Hören.

Dienstag, 20. Januar 2015

Hier so...

Okay, manchmal kann eine gewisse Ruhe und Gelassenheit auch naiv sein, denn wie ich gestern im Gespräch mit der Leiterin erfahren habe, ist der Kita-Platz für Elias, auf den ich mich verlassen hatte, ganz und gar nicht sicher. Denn ob bereits drei Kinder die Einrichtung besucht haben, spielt keine Rolle, wenn plötzlich die Leitung wechselt und aktuell kein Geschwisterkind den Kindergarten besucht. Ehrlich gesagt stehe ich noch ziemlich unter Schock. Der Katholische Kindergarten, in dem ich Elias angemeldet habe, ist der einzige im Ort und hatte bisher eigentlich immer genug Plätze für alle Kinder der Gemeinde. Natürlich ist die Zahl der U3-Plätze begrenzt. Es gibt aber immerhin 12 Plätze und im Moment sind nicht alle besetzt. Warum Elias, der ja immerhin schon im Mai 2 Jahre alt wird, auf der Warteliste hinter Kindern steht, die viel später zwei Jahre alt werden ist mir nicht klar. Ich nehme an, zunächst werden alle Geschwisterkinder, die irgendwann in den nächsten Jahren zwei werden, abgefragt. Was tun, wenn sich das Ganze nun im schlimmsten Fall um ein Jahr verschiebt? Eine winzige Chance besteht noch, dass wir im Mai reinrutschen und ansonsten stehen zwei Kinder vor ihm auf der Warteliste. Was könnte ich tun, um der Leiterin meinen Bedarf noch einmal deutlich zu machen? Vielleicht noch eine Mail schreiben? Elias in einem anderen Kindergarten anmelden, wo ich immer fahren müsste?

Sonntag, 18. Januar 2015

Wochenende 17. / 18.1. 2015

Auch im neuen Jahr beteilige ich mich gerne an der Aktion "Wochenende in Bildern" von Frau Mierau.
Am Samstag gab es nach dem Frühstück noch das ein oder andere zu erledigen: Einkäufe, Papierkram, ein ganz schnelles Mittagessen und Packen, den wir machten uns in leicht verkleinerter Version (ohne die große Tochter) auf den Weg in meine Studiumsheimat Ostwestfalen, um Freunde zu besuchen.
Wie immer, wenn man sich freut, sich zu sehen und viel zu erzählen hat, bleibt das Fotografieren auf der Strecke. Jedenfalls hatten wir einen gemütlichen Nachmittag und Abend. Zum Glück gab es genug Platz, um uns zu beherbergen und Elias ist abends sogar ganz gut eingeschlafen.
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Um 7:30 Uhr war dann die Nacht vorbei, er hat aber so schön leise gespielt, dass ich sogar noch lesen konnte.
Leichter Schneeregen vor dem Fenster.

Rückfahrt während des Mittagsschlafs.
Und zuhause dann wieder viel Energie zum Spielen.

Später hat Elias mir noch beim Kochen geholfen. Mit dem Schälen und Schneiden von Gemüse kann er sich wunderbar beschäftigen und wird ganz ruhig.
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Nun ist das Haus wieder voll und die Abendzeit beginnt. Ich hoffe, ihr hattet auch ein schönes Wochenende und wünsche euch eine gute Woche!