Donnerstag, 19. Oktober 2017

Rezension: Ein bunter Hund

Diogenes Verlag
Wie ist das so, wenn man anders ist als die anderen? Die bunt gekleidete Dackeldame fühlt sich nicht wohl zwischen all den Anzugträgern. Immer scheint sie aufzufallen und alles anders zu machen als die anderen. Irgendwann hat sie genug davon und reist um die halbe Welt nach Bellowood, wo es viele bunte Hunde gibt. Doch ist sie nun am Ziel ihrer Träume angekommen? Die Dackeldame lernt einen anderen Außenseiter kennen und nimmt eine wichtige Botschaft mit.

Das Bilderbuch "Ein bunter Hund" von Rob Biddulph ist im August bei Diogenes erschienen und macht großen Spaß.
Erzählt wird die Geschichte in Reimen, was das Vorlesen wirklich zum Genuss macht. Die Übersetzung aus dem Englischen stammt von Steffen Jacobs und muss an dieser Stelle unbedingt lobend erwähnt werden.
Die Illustration und die Ästhetik des Buches erinnert stark an die 1970-er Jahre, vielleicht eine Erinnerung an die Kindheit, denn Rob Biddulph ist 45 Jahre alt. Nach dem Kunststudium war er zunächst Art Director beim Observer Magazine, bevor er sich ganz dem Schreiben und Illustrieren von Büchern widmete. "Ein bunter Hund" ist sein drittes Buch und hat den BSC Festival of Literature Picture Book Award gewonnen. Er lebt mit seiner Frau und drei Töchtern in London.

Ein ganz wunderbares Buch, das mit einer warmherzigen Hundegeschichte für Toleranz und Selbstbewusstsein wirbt und das Zeug zu einem echten Bilderbuch-Klassiker hat.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Fertig gestrickt: Socken für den Herbst

Mir ist ein weiteres Projekt von den Nadeln gehüpft. Die Stashbuster Socks inspiriert von den Stashbuster Spirals. Übernommen habe ich im Prinzip die Idee, drei verschiedene (Reste)-Garne, nach jeder Runde abwechselnd zu stricken und für Bündchen, Ferse und Spitze eine der Farben zu verwenden.
Verstrickt habe ich letztlich 36 g Regia Silk Sockengarn in dunkelblau, 29 g Arwetta Classic von Filcolana und 16 g Madelintosh Tosh Merino Light in der Farbe Baltic.
Zum ersten mal habe ich beide Socken parallel auf zwei 2,5 mm Nadelspielen gestrickt. Das war super und definitiv wiederholenswert.

Reihenfolge des Garnwechsels:

1 Reihe Regia silk
1 Reihe Arwetta
1 Reihe Madelintosh
1 Reihe Arwetta
1 Reihe Regia Silk

usw.

Für den Abschluss der Socken an der Spitze habe ich diese Anleitung verwendet, bei der die Socken auf links gedreht werden und die verbleibenden Maschen zusammengestrickt werden.

Vielleicht habt ihr auch Lust, aus schönen Resten in eurem Stash mal solche Stashbuster Socken zu stricken 😊. Ich freue mich schon darauf, sie bald anzuziehen.

Diesen Beitrag verlinke ich beim creadienstag.

Sonntag, 15. Oktober 2017

Wochenende 14. / 15.10.17

Ein sonniges Wochenende, das ich leider nicht wirklich genießen konnte.
Der kieferchirurgische Eingriff vom Freitag, bei dem ich einen Backenzahn verabschieden musste, zeigt am Samstagmorgen seine Folgen.
Mir ist sehr schwindelig und ich kann nur liegen. Wahrscheinlich müssen auch die ganzen Schmerzmedikamente irgendwie verarbeitet werden. Also muss ich es langsam angehen lassen.
Später am Tag wird es etwas besser, aber ich bleibe schlapp und die Wange schmerzt natürlich auch noch. So kann ich auf keinen Fall mit einkaufen gehen. Den Einkaufszettel schreibe ich aber trotzdem.
Meine Bestellung, die am Freitag noch angekommen ist, wird aufgemacht. "Liquid Gold" und "Dustweawer", hach 😍.
Für das Mittagessen haben wir noch genug da: Frischer Salat aus der Gemüsekiste und dazu Kartoffelpüree und Fisch.
Draußen ist es so schön und ich bin traurig, dass ich mich nicht aufraffen kann, raus zu gehen. Die Kinder nutzen aber das schöne Wetter im Garten und unser Amberbaum leuchtet ganz wunderbar.
Während die Familie einkaufen fährt, schaue ich auf dem Sofa die vierte Staffel von Nashville zu Ende.
Als ich abends bei Twitter unterwegs bin, erfahre ich geschockt von dem, was auf der Buchmesse passiert ist. In früheren Jahren war ich auch öfter da und hätte nie gedacht, dass die Buchmesse neuerdings rechten Parolen eine Plattform bietet.
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Nachts wache ich so gegen 4:40 Uhr auf und nehme eine Schmerztablette. Morgens geht es mir aber schon besser als gestern. Wir frühstücken und dann muss noch einiges an Papierkram für die Praxis erledigt werden. Ich hatte ja auf einen kleinen Spaziergang im Grünen gehofft, aber daraus wird leider nichts.


Zum Mittagessen gibt es eine Gemüselasagne nach einem Rezept von hier. Sehr lecker, die werden wir bestimmt noch einmal machen.
Nächste Woche steht noch eine Englischarbeit an, zur Zeit werden unregelmäßige Verben gelernt.
Danach bin ich wieder ziemlich schlapp und lege mich erst einmal hin. Zum Glück können die Kinder das Trampolin heute noch einmal genießen. Später hüpft Elias in die Wanne und ich schreibe den Wochenendbericht fertig.

Euch eine gute Woche. Hier wartet noch eine Woche Schule, dann haben wir Herbstferien.
Die Wdeochenenden in Bildern werden von Frau Mierau gesammelt. Das aktuelle gibt es hier.

Freitag, 13. Oktober 2017

Rezension: Der kleine Sporticus

Ja, ich bin eine von denen, die beim Mannschaftswählen immer bis zuletzt auf der Bank saßen. Als Kleinste in der Klasse hatte ich wirklich Probleme, am Volleyballnetz hoch zu springen oder ohne Angst den Barren zu bezwingen. Diese nicht gerade ermutigenden Kindheitserfahrungen haben aus mir damals keinen Sporticus gemacht und auch keine Sportica. Vielleicht war ich deshalb auch nie sehr ehrgeizig, wenn es um die sportliche Betätigung meiner eigenen Kinder ging. Im Nachhinein war das aber vielleicht auch genau richtig.
Professor Ingo Froböse und Peter Großmann nehmen in ihrem Buch "Der kleine Sporticus", das vor kurzem bei Beltz erschienen ist, die Unsicherheit vieler Eltern ernst und helfen im Dschungel an Informationen, den Überblick zu behalten. 
Schon zu Beginn des Buches, nehmen der Sportwissenschaftler und der Sportlehrer und bekannte Fernsehmoderator dem Leser die Angst. Hier geht es nicht um Perfektion oder darum, wie ich aus meinem Kind eine Sportkanone oder einen künftigen Ronaldo mache. Hier geht es ganz einfach um die Freude an der Bewegung. Die steckt in jedem Kind und lässt sich eigentlich mit ganz einfachen Mitteln erhalten. Wer mit seinen Kindern raus geht, sie draußen spielen und Fahrrad fahren lässt, wer Wege auch mal zu Fuß erledigt und sich nicht von schlechtem Wetter abhalten lässt, ist da schon auf einem guten Weg. Oftmals sind es Ängste, die Eltern heute daran hindern, ihr Kind beispielsweise den Weg zur Schule alleine zurücklegen zu lassen. Ängste sind jedoch meistens keine guten Ratgeber. Auch die Angst der Eltern, ihr Kind könne dick werden, wenn es als Jugendlicher viel Zeit vor der Spielkonsole verbringt, bewirkt manchmal das Gegenteil. In bestimmten Entwicklungsphasen ist es nämlich ganz normal, dass Kinder zunehmen. All das und eine Vielzahl weiterer fundierter Informationen, die auf aktuellen Forschungsergebnissen basieren, finden sich in dem Buch. Dabei wird nicht nur dem Thema "Bewegung", sondern auch dem Thema "Ernährung" eine wichtige Bedeutung zugemessen.
"Ernährung ist heute fast eine Religion" sagt Ingo Froböse, bei der Vorstellung des Buchs in der Deutschen Sporthochschule, bei der ich teilnehmen durfte. Viele Menschen sind sehr dogmatisch und lassen da keine andere Meinung gelten. Andere wiederum kümmern sich kaum darum, was sie essen und ihren Kindern zu essen und zu trinken geben. Wie meistens im Leben, ist das Maß entscheidend. Es ist völlig in Ordnung, mal einen Schokoriegel zu essen oder eine Limo zu trinken, so lange das nicht die täglichen Grundnahrungsmittel sind. Eltern sind hier natürlich Vorbild. Wenn in der Familie zusammen frisch gekocht und gegessen wird und wenn viele unterschiedliche Geschmackserlebnisse angeboten werden, befindet man sich auf dem richtigen Weg, auch bei den Kindern ein Gespür für gutes Essen zu wecken.
Den Autoren ist wichtig, Verantwortungsbewusstsein bei den Eltern zu wecken, möchten sie aber auch gleichzeitig ermutigen, auf ihr Bauchgefühl zu hören und sich nicht verrückt machen zu lassen. Ein Sachbuch voller Wissen und vielen praktischen Ideen und Tipps, bei dem es um viel mehr geht als um Sport. Auch wenn Sport - und das muss ich zugeben - tatsächlich Spaß macht, wenn man sich mal wieder dazu aufrafft.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

12 von 12 im Oktober

Das fängt nicht gut an! In der Nacht hat der Jüngste ganz schlimmes Nasenbluten und ich muss den Mann wecken. Der schafft es dann auch recht schnell, dass Elias sich beruhigt und es aufhört zu bluten. Trotzdem ist die Nacht für mich gelaufen und ich schrecke noch oft hoch und schaue, ob alles gut ist.
Frühstück mit herbstlicher Tasse
Es geht unangenehm weiter. Seit 1 1/2 Wochen quäle ich mich mit Schmerzen an einem vor vier Jahren wurzelbehandelten Zahn. Seit zwei Tagen ist es etwas besser, aber gleich sollte nun auch endlich mal der Zahnarzt draufschauen.
#wazifubo beim Zahnarzt. Es wird geröntgt und danach bekomme ich eine Überweisung zum Kieferchirurg. Der Zahn muss raus! Zuhause telefoniere ich herum und organisiere. Der Termin ist schon morgen und ich muss Elias dann doch länger im Kiga lassen (freitags hole ich ihn meistens um 12 Uhr ab). Dort hat man für den Notfall kein Verständnis, aber zum Glück hatte ein Kind abgesagt. so dass er ausnahmsweise länger bleiben darf (manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr 😒, wo wir doch 45 Stunden bezahlen).

Ich versuche mich zu beruhigen mit Kamillentee und warmer Decke auf dem Sofa.
Aufräumen!
Mittagessen: Gemüserisotto
Die Hausaufgaben der Tochter bieten etwas Ablenkung. Das Imperium Romanum war ja wirklich ganz schön groß.
Und was ist das? Ein Radiergummi.
Nachmittags hat Elias noch Besuch. Leider ist es immer noch ziemlich kalt, brrr.
Müslizeit
Und Badezeit für den Jüngsten.
Jetzt drückt mir bitte die Daumen, dass morgen beim Kieferchirurgen alles gut läuft und die #12von12 im November wieder ohne Schmerzen gezeigt werden können.
Wie immer sammelt Caro von Draußen nur Kännchen all die Bilder vom 12. eines Monats. Schaut vorbei.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Wie die Seele gesund bleibt!

Seit 25 Jahren ist der 10. Oktober der Internationale Tag der seelischen Gesundheit. Wie wichtig das Thema ist, zeigt ein Blick in die Statistik: Psychische Störungen sind derzeit die vierthäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen. Seit 1991 stieg die Zahl der Krankheitstage durch psychische Störungen um etwa 33 Prozent, Tendenz weiter steigend. Rund um das Thema gibt es eine Aktionswoche mit vielen Veranstaltungen in ganz Deutschland, die hier vom Aktionsbündnis Seelische Gesundheit gesammelt werden. In diesem Jahr liegt der Fokus auf dem Thema "Seelische Gesundheit am Arbeitsplatz" und bei vielen Veranstaltungen in Deutschland auf dem Thema "Seelische Gesundheit in der digitalen Welt".

Wie kann ich als Mutter oder Vater heute gesund bleiben? Die Vielzahl an Erwartungen und Herausforderungen, denen Frauen und Männer heute begegnen, führt nicht selten zu einer stetigen Überforderung, die sich schließlich in Depressionen, Burnout und psychosomatischen Krankheiten äußert. Gibt es da Möglichkeiten präventiv vorzubeugen? Oder liegt eine Anfälligkeit für psychische Erkrankungen nicht vielmehr immer in der Kindheit begründet?

Ja und nein! Frühe Erfahrungen in der Kindheit, ganz besonders in den ersten Lebensjahren wirken sich auf unser späteres Leben und auf unsere psychische Gesundheit aus. Aber es sind auch aktuelle Lebensbedingungen, die uns krank machen können.

Sich fremdbestimmt zu fühlen, im Hamsterrad zu sitzen und keinen Ausgleich zu haben, die Warnsignale des Körpers zu überhören, weil es weiter gehen muss. Aber auch besondere Belastungen im näheren Umfeld durch Krankheit und Trennung. All das kann früher oder später zu einem Zusammenbruch führen. 
Wenn erst einmal nichts mehr geht und es kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen ist, steht häufig die Suche nach psychotherapeutischer Begleitung an. Inzwischen wurde der Zugang zu Psychotherapie etwas vereinfacht. Über die Kassenärztlichen Vereinigungen finden sich Informationen zur Psychotherapeutensuche und es gibt eine Zentrale Informationsbörse Psychotherapie (hier für den Bereich Nordrhein / NRW), wo freie Plätze vermittelt werden.

In der Therapie kommen dann viele Patienten mit Hilfe der Therapeutin / des Therapeuten dahinter, was sie in das Hamsterrad gebracht hat. Diese Spuren führen nicht selten zurück in die Kindheit, in der gelernt wurde, sich und seine Bedürfnisse zurückzunehmen. In der gelernt wurde, dass nur der was wert ist, der auch was leistet. In der Sorge und Angst herrschten, wenn das Kind sich mal zu weit von den Eltern weg bewegte. 

Am Tag der Seelischen Gesundheit können wir etwas für uns selbst tun, in dem wir darauf achten, was uns gut tut und uns selbst etwas gutes tun. Wir können uns als Eltern aber auch bewusst werden, dass wir diejenigen sind, die jetzt und hier den Grundstein für die seelische Gesundheit unserer Kinder legen. Natürlich haben wir nicht alles in der Hand und wir wissen nicht, wie sich die Welt noch verändern wird. Aber wir können unseren Kindern eine geborgene Kindheit schenken, ihnen Zeit lassen, sich zu entwickeln, zu spielen und einfach da zu sein. 

Denn eigentlich sind es die einfachen Dinge, auf die es ankommt: Sonne, Lachen, Singen und Tanzen, ein gutes Essen, Lesen, Spielen und ausreichend Schlaf.

Passt gut auf euch auf!

Montag, 2. Oktober 2017

Rezension: Unsere Jahre in Miller's Valley

Es war für mich gar nicht so leicht, dieses Buch zu lesen, denn was in Miller's Valley geschieht, passiert auch hier ganz in meiner Nähe. "Seit Generationen leben die Millers in Miller's Valley. Doch jetzt soll das Tal geflutet werden, und die elfjährige Mimi wächst in dem Wissen auf, dass der Ort, den sie Heimat nennt, nicht mehr lange existieren wird." Nur wenige Kilometer von meinem Wohnort geschieht ähnliches. Dörfer werden weggebaggert, um an die Braunkohle-Vorräte in der Erde zu kommen. Es ist also ein eher ernstes Thema, das Anna Quindlen in ihrem neuen Roman "Unsere Jahre in Miller's Valley", erschienen bei DVA, anspricht.
Erzählt wird die Geschichte der Millers und der Menschen im Tal aus der Perspektive der 11-jährigen Mimi, die im Verlauf des Buches älter wird und die ersten Schritte ins Erwachsenenleben wagt. Die Autorin versteht es, die einzelnen Mitglieder der Dorfgemeinschaft sehr detailliert und lebendig darzustellen, so dass man sich auch als LeserIn schnell in Miller's Valley heimisch fühlt. Das Landleben in den 50er und 60er Jahren in den USA wird einem dabei genau so nah gebracht, wie die Alltagsprobleme eines jungen Mädchens. Viele Geschichten vom Erwachsen-werden, die auf dem Land beginnen, handeln davon, wie junge Menschen in die Stadt ziehen und in der Ferne ihr Glück suchen. Genau da ist Anna Quindlens Roman anders, denn hier wird das Gefühl von Heimat und den Menschen, mit denen man vertraut ist, wertgeschätzt. Am Ende fällt es einem schwer, all die Menschen aus Miller's Valley zu verlassen  so vertraut werden sie einem im Laufe des Buches. Wie gesagt, es war für mich keine leichte Lektüre, da die Gefühle, die mit dem Verlust von Heimat zusammenhängen, hier sehr nahe sind. Wie es Mimi und den anderen Menschen aus dem Tal damit geht, möchte ich hier nicht verraten, das solltet ihr selbst lesen.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Wochenende in Bildern 30.09. / 01.10.17

Während wir am Freitag noch wunderschönes warmes Herbstwetter genießen können, beginnt es in der Nacht zum Samstag zu regnen und zwar richtig viel. Ein Regenwochenende steht uns also bevor und wir versuchen das beste daraus zu machen. Die Wochenenden in Bildern werden von Frau Mierau gesammelt. Das aktuelle gibt es hier.
Frühstück mit Kerzen - das ist das schöne an diesem Usselwetter.
Elias freut sich auf die freien Tage und kramt noch mal das große Lego raus.
Der Mann fährt in die Praxis und wir spielen erstmal eine Runde "Das verrückte Labyrinth".

Außerdem möchte ich Zimtschnecken backen. Inzwischen wage ich mich ja ganz gerne an den Hefeteig heran und bei so einem Wetter brauchen wir Seelenfutter. Ich fülle die Schnecken halb mit Zimtzucker und halb mit Mohnfüllung. Das schmeckt beides sehr lecker.

Mittags habe ich etwas Zeit, mich um die Planung eines neuen Strickprojektes zu kümmern und an einem wip weiter zu stricken. Die Socken wachsen parallel und den Ancyra Cowl plane ich für den Hand Herz Seele Shawl KnitAlong anzuschlagen, der am 01. Oktober startet.

Für das Mittagessen werden Bohnen geschnibbelt. Dazu gibt es Süßkartoffelpommes und richtig tolle Steaks vom Metzger.
Wie gut, dass die große Tochter heute da ist und Lust zum Aufräumen hat. Elias Zimmer sieht wieder richtig schön aus.
Nach dem vielen Regen kommt gegen Abend mal ganz kurz die Sonne raus und alles glitzert.
Abends schauen der Mann und ich noch Ozark zu Ende, eine sehr spannende Serie, die hoffentlich fortgesetzt wird , wie im August entschieden wurde, fortgesetzt wird.
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Der Sonntagvormittag steht ganz im Zeichen des Erntedankgottesdienstes, den wir mit dem Kinderliturgiekreis vorbereitet haben und mit dem Chor musikalisch begleiten. Es macht allen große Freude. Wir erinnern uns daran, dass es nicht selbstverständlich ist, dass es uns so gut geht und dass es gut tut, auch mal Danke zu sagen.
Mittags kommt die große Tochter vorbei und übt mit Elias Fahrrad fahren. 



Der Mann und ich schlendern noch über den Herbstmarkt im Schloss Dyck. Da der Samstag ja total verregnet war, ist es heute doppelt so voll, aber trotzdem sehr stimmungsvoll.
Als wir wieder zu Haus sind, schläft Elias auch schon bald ein und ich hoffe, dass sich der Schlafrhythmus nicht wieder total verschiebt.

Euch eine wunderschöne erste Oktoberwoche!

Mittwoch, 27. September 2017

Ein Pullover für den Herbst

Endlich habe ich mein zweites Langzeitprojekt fertig gestrickt. Der Pullover "Messing about in Boats" nach einer Anleitung von Asa Tricosa ist von den Nadeln gehüpft. Er ist wirklich kuschelig warm und passt perfekt.

Gestrickt habe ich den Pullover mit 5 Strängen Madelintosh DK (100% Merino) in der Farbe Thunderstorm auf 3,5 mm-Rundstricknadeln. Für die Ärmel habe ich Nadelspiel verwendet und die Bündchen mit 3,0 mm Nadeln gestrickt.

Angefangen habe ich das Projekt während eines Workshops mit der Designerin selbst, die uns im November letzten Jahres die von ihr entwickelte Ziggurat-Methode zum Stricken von Pullovern oder Cardigans nahe gebracht hat. So musste ich mir die etwas komplizierte Schulterpartie nicht alleine erarbeiten und konnte auf die tätige Mithilfe hoffen. Im nächsten Jahr wird es übrigens wieder einen Workshop mit Asa geben. Schaut mal bei HandHerzSeele vorbei, dann bleibt ihr auf dem Laufenden.

Der etwas ungewöhnliche Name "Messing about in Boats" wurde übrigens von einer Teststrickerin gefunden, die in Norwegen an der Küste lebt und den Pullover tatsächlich beim Bootfahren trägt. Eigentlich ist es aber ein Zitat aus dem wunderbaren Kinderbuch "Der Wind in den Weiden":

"Believe me, my young friend, there is nothing - absolutely nothing - half so much worth doing as simply messing about in boats."

Donnerstag, 21. September 2017

Rezension: Bloss nicht blinzeln!

Foto: cbj-Verlag; Verlagsgruppe Random House
Und noch eine witzige Bilderbuch-Neuerscheinung ist mir ins Haus geflattert: "Bloss nicht blinzeln!" von Tom Booth, erschienen beim cbj Kinder- und Jugendbuchverlag. Das englische Original "Don't blink!" ist in Amerika sehr erfolgreich gestartet und wird derzeit in viele Sprachen übersetzt. Ich bin sicher, dass Kinder weltweit das Buch mögen, denn es handelt von einem Spiel, das ganz sicher fast alle Kinder auf der Welt kennen.
Wie der Titel verrät, geht es um das Blinzelspiel und da wird der Betrachter des Buches ganz direkt angesprochen: "Bist du soweit? Auf die Plätze... fertig... los!" Ein Mädchen sitzt auf einer Wiese und schaut einen an. nach und nach kommen Tiere dazu und fragen, was das Mädchen macht und ob sie mitspielen können. "Klar! Du darfst nur nicht blinzeln!" Und so sitzen nach und nach immer mehr Tiere da und schauen einen mit weit geöffneten Augen an. Ganz egal, ob sie sich in freier Wildbahn nun mögen oder nicht, alle Tiere vom kleinen Vogel bis zum Krokodil, Affen, Giraffen und Elefanten füllen die Bildseiten aus und starren einen an. Am rechten Bildrand nähert sich langsam eine Schildkröte und was passiert, wenn sie ankommt, erfährt man erst ganz am Schluss.
Die Illustrationen von Tom Booth sind wirklich ganz wunderbar und laden zum Entdecken ein. Das Bilderbuch wird ab 3 Jahren empfohlen und gefällt ganz sicher älteren und jüngeren Kindern. Jüngeren Kindern, für die das Blinzeln noch etwas anstrengend ist, macht es Spaß zu beschreiben, welche Tiere sie auf den großen Seiten entdecken. Allen Anderen wird ganz besonders der Mitmach-Effekt gefallen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch sich auch sehr gut im Kindergarten oder in einer Grundschulklasse vorlesen lässt und dort viel Spaß bringt.
Vielen Dank an den cbj Kinder- und Jugendbuchverlag für das Rezensionsexemplar.