Sonntag, 25. Juni 2017

Wochenende in Bildern 24. / 25.06.17

So ein kindergartenfreier Freitag kann einen schon ganz schön schaffen. Mir war es also wichtig, am Wochenende etwas Zeit für mich zu haben und glücklicherweise konnten wir vereinbaren, dass Elias sonntags etwas Zeit mit den Großeltern verbringt.
Aber erst mal der Samstag:
So schön, einfach ein bisschen liegen bleiben zu können. Kurz danach kommt der Jüngste und diskutiert leidenschaftlich die Frage: "Was ziehe ich heute an?"
So sieht unser Tisch nicht immer aus (meistens liegt noch viel mehr Zeug darauf herum), aber ich bemühe mich, ihn wenigstens einmal am Tag aufgeräumt zu sehen.

Noch eine Woche bis zum großen Tag! (Goldene Hochzeit meiner Eltern)

Linnea ist nachmittags zu einem Geburtstag eingeladen und die Männer schneiden die Hecke. Es gibt Spätzle mit Zürcher Geschnetzeltem und der Jüngste läuft gefühlte 100mal raus und rein.

Nervennahrung

Immerhin schaffen wir es etwas aufzuräumen.
Eigentlich hatten wir überlegt, abends noch wegzugehen, sind dann aber einfach alle zu müde und schauen den Familienkomödien-Klassiker Im Dutzend billiger.

---
Als ich am Sonntagmorgen die Treppe runter gehe, singt Elias schon im Wohnzimmer "Bis Weihnachten, bis Weihnachten ist nicht mehr weit..." Er ist gut gelaunt und wir packen seine Sachen für den Tag bei Oma zusammen.
Ich habe etwas Zeit für die weitere Planung in meinem Bullet Journal und stelle den Kalender für die nächsten 6 Monate fertig.
Dann wird der Holzboden geputzt und ist danach noch schöner.
Sonntags gibt es ja auch immer eine neue Folge vom Eigenstimmig-Podcast, heute wieder sehr hörenswert mit einem Interview mit Katrin Linzbach, die sehr spannende Kartenspiele zur Bewusstwerdung entwickelt hat.
Nebenbei wird gestrickt. Die Reihen werden immer länger, bald komme ich in die
 Endphase von meinem Hoku. Das Kleid, das ich heute trage, habe ich übrigens schon fast 20 Jahre und es ist immer noch schön. Da hat sich der Kauf damals mehr als gelohnt #nachhaltigjetzt


Experimentierfreudiges Mittagessen: Süßkartoffelcurry nach Jamie Oliver zum ersten Mal mit Papadams - sehr lecker!
Danach wird noch eine Runde gespielt und dann holt der große Sohn den kleinen ab. Der ist gleich hoffentlich noch wach genug für die Badewanne und dann wird der Abend eingeläutet. 

Euch eine gute letzte Juniwoche!

Die Wochenenden in Bildern werden von Frau Mierau gesammelt. Das aktuelle gibt es hier.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Meine Grenzen und die Grenzen der Anderen

Vielleicht hat die ein oder andere den Beitrag "Rausschmiss bei Aldi" gelesen. Ich hab den Beitrag bei Facebook entdeckt und auch die vielen meistens zustimmenden Kommentare dazu gelesen.
In ihrem Blogpost beschreibt eine junge Mama, wie sie mit ihren Zwillingen bei Aldi einkaufen geht und ein Mädchen an der Kasse schließlich laut anfängt zu schreien, weil es noch etwas haben wollte. Das Kind klammert sich ans Bein der Mutter, die zunächst versucht, den Einkauf zu beenden und sich dann schließlich hinter der Kasse dem Kind zuwendet, um herauszufinden was es möchte. Da das Kind weiter laut schreit, fühlen sich einige Kunden gestört und geben wenig hilfreiche und auch beleidigenden Kommentare ab, auf die die Mutter reagiert, um sich aber dann wieder dem schreienden Kind zuzuwenden. Schließlich schaltete sich der Filialleiter ein und bittet die Mutter den Markt zu verlassen. Die Situation spitzt sich emotional zu bis schließlich das Kind ganz ruhig wird und die Hand der Mutter nimmt und sie aus dem Laden führt. (So die grobe Zusammenfassung)

Der Beitrag beschäftigt mich, denn ich bin mir sicher, dass ich in einer solchen Situation nicht so hätte handeln können und nicht so gehandelt hätte.
Prinzipiell finde ich es gut und wichtig zu schauen, wie es meinem Kind gerade geht und zu schauen, was gerade sein Bedürfnis ist. Genauso wichtig ist aber auch mein Bedürfnis, den Einkauf stressfrei über die Bühne zu bringen und genauso wichtig finde ich es auch, das Bedürfnis Anderer zu respektieren, in Ruhe einzukaufen bzw. dort zu arbeiten.

Ganz sicher hätte ich mit meinem schreienden Kind sehr schnell den Laden verlassen und hätte versucht, die Situation draußen zu klären. Denn im Laden zu bleiben, hätte für mich einen enormen Stress bedeutet und ja auch die anderen Kunden verständlicherweise weiter gestört. Ich denke, auch für das Kind war das Verharren in der Situation im Laden nicht gut, denn neben seinem eigenen Problem (ich wollte doch noch was Süßes), spürte ja auch das Kind die missbilligenden Blicke der anderen Kunden und fühlte sich weiter unter Stress. Es ist bezeichnend, dass die Initiative für die Beendigung der Situation hier schließlich vom Kind kam.

So wie ich es verstehe, beschreibt dies, die Haltung der Mutter (korrigiert mich, wenn ich falsch liege), die möchte ja das Kind lediglich begleiten und passt sich zu einem sehr großen Teil den Bedürfnissen der Kinder an (Bobbycar rein, Bobbycar raus). Die Kinder dürfen sich frei bewegen und ihren Impulsen folgen, aber ist das nicht auch eine Überforderung? Wollen Kinder nicht auch das Gefühl haben, dass die Mama das ein oder andere für sie regelt, einen Rahmen vorgibt und vielleicht sogar entscheidet (Wir gehen ja eh noch in den anderen Supermarkt, dann schauen wir da nach einem Naschi)?

Mich lässt der Beitrag jedenfalls mit einigen Fragen zurück und wie geht es euch damit?

Dienstag, 20. Juni 2017

Hier so...

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und vieles muss organisiert und geplant werden. Am ersten Juli-Wochenende laden meine Eltern zur Goldenen Hochzeit mit vielen Gästen und dafür möchte ich noch ein Geschenk fertig machen, brauche noch Schuhe für mich und Kleidung für den Jüngsten, der absolut keine (lange) Hose mehr ohne Loch im Schrank hat. Außerdem muss ich dringend einen Friseurtermin ausmachen.
Am Wochenende danach feiern wir den Geburtstag der großen Tochter und einen Tag später das Abitur des großen Sohnes. Da wollen noch Kuchen vorgeplant und Tische im Restaurant bestellt werden.
Auch für die Sommerferien will noch das ein oder andere organisiert werden. Ein paar Informationen möchte ich mir noch besorgen über die Urlaubsregion und Amsterdam und die Ferienpakete wollen ja auch noch gepackt werden.
Inzwischen neigt sich das Schuljahr dem Ende zu, Linnea schreibt noch eine Arbeit, dann ist es geschafft.
So komme ich im Moment nicht heraus aus To-Do-Listen, Bestellungen und Planung und schaffe es daher nicht, so viel zu bloggen, wie ich eigentlich möchte.




Ansonsten genießen wir das Sommerwetter! Der Mann hat ein neues Plantschbecken gekauft, in dem sich die Kinder erfrischen können. Das Leben findet, wenn es nicht gar zu heiß ist, wieder draußen statt und ich nutze kleine Pausen zum Lesen im Garten oder sortiere Rezepte oder lege einfach mal die Beine hoch.

Sonntag, 18. Juni 2017

Wochenende in Bildern 17./18.06.17

Eigentlich war das ja ein langes Wochenende, das schon am Donnerstag mit dem Feiertag begonnen hat. Nach der Fronleichnams-Prozession bei heißem Wetter war ich dann auch urlaubsreif und so haben wir es am Wochenende eher langsam angehen lassen.
Nach dem Samstagsfrühstück, hier mit Croissant und Rhabarbermarmelade, fahren wir erst einmal einkaufen, da wir am Freitag dazu keine Lust mehr hatten.
Juhu, es gibt wieder eine neue Podcastfolge von Tini, die ich sehr gerne bei einer gemütlichen Strickpause höre.
Dann zaubere ich ein schnelles Mittagessen: Frühlingsgemüse inklusive Mairübchen mit Lachs und Fettucine.
Zwischendurch helfe ich der Tochter bei ihrer Rezension für die Uni. Bin mal eben in der Kaiserzeit.
Für einen gemütlichen Abend mit Freunden bereite ich noch etwas Antipasti vor, dann gehen wir mit den Kindern rüber, backen Stockbrot und trinken Rotwein. Das Leben ist schön!
---
Sonntagsfrühstück mal aus einer anderen Perspektive. 

Draußen wird es langsam warm und wir befüllen das Plantschbecken. Fürs erste reicht wenig Wasser, um kurz zu erfrischen.



Den Nachmittag verbringen wir auf dem Fahrrad. Einige Bauernhöfe in der Umgebung haben eine Höfe-Tour organisiert. Überall gibt es leckeres Essen und Spiel und Spaß für die Kinder. Vom Spargelbauern geht es zum Gemüsebauern, Kartoffeln und schließlich Erdbeeren. Immer wieder ganz idyllische Fleckchen, die man sonst selten zu sehen bekommt.

So klingt unser Wochenende aus. So langsam läuft nun der Countdown für einige große Feste Anfang Juli, die schon mal ein bisschen vororganisiert werden wollen.
Die Wochenenden in Bildern gibt es bei Frau Mierau. Die aktuellen gibt es hier.

Dienstag, 13. Juni 2017

So geht es weiter: Geborgene Kindheit von Susanne Mierau

Wie bindungsorientierte Elternschaft beginnen kann, wenn ein kleiner Mensch auf die Welt kommt, hat Susanne Mierau in ihrem Buch "Geborgen Wachsen" beschrieben (hier meine Rezension dazu). Aber wenn die Babytage vorbei sind, geht es weiter. Wie die nächsten Jahre einer vertrauensvollen und entspannten Begleitung von Kindern gelingen, beschreibt sie in ihrem neuen Buch "Geborgene Kindheit", das vor kurzem im Kösel-Verlag erschienen ist.
Im Buch geht es zunächst um die Grundlagen zum Thema "Bindung" und "Vertrauen". Einigen Menschen fällt der Zugang zur bindungsorientierten Elternschaft schwer, weil sie selbst eine ganz andere Kindheit erlebt haben. Sie haben vielleicht das Gefühl, dass sie es nicht schaffen, so für ihre Kinder da zu sein, denn alte Muster brechen immer wieder durch oder sie erinnern sich schmerzlich an ihr Gefühl von Verlassenheit, dass sie selbst als Kind erlebt haben. Hier macht Susanne Mierau Mut: "Wir sind mit unseren Bindungsmustern nicht in einer Einbahnstraße gefangen. Es ist nicht zu spät, etwas zu ändern."

Die Kindheit mit ihren vielen spannenden Entwicklungsphasen stellt die Eltern vor immer neue Herausforderungen. Sie bietet aber auch immer wieder Chancen, sich dem Kind zuzuwenden und es in seiner Persönlichkeit wahrzunehmen. Schlafen, Essen, Spielen, Lernen, Sprache - in all diesen Bereichen entwickelt sich das Kind weiter und es gibt viele Möglichkeiten, wie wir es darin gut begleiten können. In den "7 Säulen der Entwicklung nach dem ersten Geburtstag" gibt Susanne Mierau viele praktische Anregungen, wie das aussehen kann.

Im Kapitel "Euer Alltag ist ihre Kindheit" geht es darum, sich bewusst zu machen, dass wir selbst es sind, die die Kindheit unserer Kinder gestalten. Wir haben es in der Hand, ob ein Kind in genervte und gestresste Gesichter schaut oder sich später an einer warme und liebevolle familiäre Atmosphäre erinnert. Und dazu ist es vor allem auch wichtig, dass es uns selbst gut geht und dass wir gut auf uns aufpassen.

Wer Susannes Blog "Geborgen Wachsen" kennt, weiß, dass sie sich das alles nicht einfach ausdenkt, sondern wirklich versucht, ihre Haltung umzusetzen und ihren Kindern zusammen mit ihrem Mann eine geborgene Kindheit zu schenken. Wie das aussieht, kann man auch ganz wunderbar auf den vielen Fotos, die das Buch bebildern, sehen.

Ich muss zugeben, dass ich auch beim vierten Kind immer noch vor Herausforderungen stehe, bei denen ich mir eine leise Stimme wünsche, die sagt: "Das ist gut so! Vertraue auf dein Bauchgefühl und auf dein Kind." Wie schön, da manchmal die Stimme von Susanne Mierau zu hören ;-).

Sonntag, 11. Juni 2017

Wochenende in Bildern 10./11.06.17

Die Sommerwochenenden sind mir die liebsten und dieses war ganz besonders schön und entspannt.
Auch wenn ich alles in allem wenig Zeit für mich hatte, konnte ich doch größtenteils das Tempo bestimmen und ganz slow family das Wochenende genießen.

Am Samstag werden Geschenke eingepackt, denn Elias ist nachmittags noch auf einer Geburtstagsparty eingeladen.

Linnea, der Mann und ich packen alles für ein Kennenlernfest von Linneas Klasse zusammen (Kick-Off-BBQ heißt so was heutzutage).
Das Fest ist ganz wunderbar organisiert, lockere Atmosphäre, nette Gespräche und die Kinder haben ihren Spaß. Die großen Kinder holen Elias von der Party ab und kommen nach. Leider ist das Fest da aber schon vorbei, so dass zu Hause noch mal gegessen werden muss.
Abends ist Rosé-Wetter auf der Terrasse.
---
Ich kann ausschlafen und hole etwas Tiefschlaf nach. So gegen 9:00 Uhr sind alle dann unten, denn der Mann und der große Sohn haben noch einen Ausflug vor.
Sie fahren mit zerlegten Fahrrädern nach Kornelimünster und starten von da eine Tour auf dem Vennbahn-Radweg.


Wir bauen in der Zeit draußen unter dem Sonnenschirm ein Malstudio auf. Es weht ein leichter Wind, ist schön warm und ruhig. So richtig schön zum Genießen. Ich versuche mich an großen Buchstaben für die Fronleichnamsprozession in der klassizistischen Antiqua Bodoni.


So darf das Wetter jetzt gerne bleiben 😊.
Kartenspiel auf Picknickdecke 💓.

Linnea lernt noch mit einer Freundin für die morgige Mathearbeit und ich backe Pfannkuchen mit Mangold-Champignonfüllung als leichte Sommermahlzeit.
Nachmittags sind die Männer wieder da und wir lassen den Tag noch ruhig ausklingen.

Euch eine ganz wunderbare Woche!

Die Wochenenden in Bildern werden von Frau Mierau gesammelt. Die aktuellen gibt es hier.

Freitag, 9. Juni 2017

Freitagslieblinge im Juni

Der Juni hat zwar nicht so toll angefangen, dafür ist aber nun der Sommer in Sicht und so langsam steigt auch die Vorfreude auf zwei wichtige Feste, die Anfang Juli anstehen, und die Ferien. Diese Woche ist zwar noch kühl (Schafskälte), die Sonne ist aber bereits angekündigt und lässt mich optimistisch aufs Wochenende schauen.
Die 5 Freitagslieblinge werden gesammelt von BerlinMitteMom. Hier könnt ihr meine Freitagslieblinge vom Juni 2016 sehen.
Mein Lieblingsessen der Woche war improvisiert, aber lecker: Spanische Kartoffel-Paprika-Pfanne mit Chorizo, Croutons und Pimenton de la Vera. Die spanische Paprikawurst kann man natürlich auch weglassen. Ich habe zunächst die kleinen Kartoffeln bissfest gekocht, sie dann in dickere Scheiben geschnitten und in heißem Olivenöl knusprig gebraten. Auch die Croutons zusammen mit Knoblauch in dem heißen Öl geschwenkt, dann die Paprika in Stücken mit der Chorizo angebraten und die Kartoffeln wieder dazu gegeben. Am Schluss alles mit dem Pimenton würzen und noch mit 2 - 3 EL Essig ablöschen. Etwas Basilikum darüber und Aioli dazu, fertig!
Der Roman Altes Land von Dörte Hansen war im letzten Jahr ganz zu recht so erfolgreich. Ich lese das Buch in der schönen Ausgabe der Büchergilde sehr gerne, meistens vor dem Einschlafen und mag die Sprache und die Charaktere. Mein Lieblingsbuch!
Mein Lieblingsmoment mit den Kindern war ein kleiner Shoppingbummel mit den drei großen Kindern am schulfreien Dienstag. Wir haben noch ein paar Anziehsachen für den Sommer und Geschenke gekauft und uns hier und da umgeschaut. Mittags gab es dann ein leckeres Mittagessen mit Fruchtschorlen in schöner Umgebung.
Mein Lieblingsmoment für mich ist eigentlich fast immer verbunden mit einer Tasse Tee. Nachdem ich diesen leckeren Grünen Tee bei einem Frauenfrühstück probiert hatte, habe ich den Ausflug in die Stadt genutzt, mir auch ein Päckchen zu kaufen. Ganz tolle Qualität und sehr lecker!
Das Zeichnen bei der Kreativ-und Klangauszeit hat so viel Spaß gemacht, das möchte ich mir gerne noch ein bisschen erhalten. Wie passend, dass ich angeboten habe, für Fronleichnam nächste Woche Plakate mit den Buchstaben B R O T und S A T T zu gestalten. Gerne schaue ich auch was auf Instagram unter dem Hashtag #100daysofmarkmaking zu finden ist. Aber, was das Kreativsein betrifft... Inspirationen sind das eine, einfach machen das andere.
In diesem Sinne: habt ein kreatives Wochenende!