Dienstag, 31. Januar 2017

Minimalism Game - Fazit

Anfang des Monats habe ich euch ja von meiner Aufräumaktion berichtet, die ich mir für den Januar vorgenommen habe. Jeden Tag wurde ein Teil mehr aussortiert, verkauft, weg gegeben oder tatsächlich auch weggeworfen. Mit der Zeit wurde das natürlich immer schwerer und ich gebe es zu, ich habe mit die letzten Tage nicht mehr aufraffen können. Immerhin habe ich bis zum 27.1. durchgehalten und so mindestens 378 Teile weniger.
Das wirklich gute daran war die Motivation, die mir das Projekt gegeben hat, denn ich schiebe so etwas wie Aufräumaktionen gerne mal auf. Nun sind aber einige Küchenschränke, die Kleiderschränke der Kinder, einige Regale und Regalfächer wieder auf dem neuesten Stand, das heißt sie enthalten nur noch das, was sie enthalten sollten, nämlich Sachen, die wir brauchen und die uns gefallen. Außerdem konnte einiges gespendet und verkauft werden und es ist hier und da mehr Platz entstanden.
Interessanterweise gab es aber auch hier und da Kritik an der Aktion. Ausmisten im großen Stil, sei ja nur möglich, wenn man genug Geld hätte. Zu viele Dinge zu besitzen ein Wohlstandsproblem. Dem stimme ich zu, denn es nützt so eine Aktion ja nichts, wenn sich nicht auch das Einkaufsverhalten ändert. Wer 300 Teile weg wirft, um dann wieder hemmungslos einzukaufen, hat nichts gewonnen. Ganz im Gegenteil! Vor drei Jahren habe ich ja schon mal ein Kleidungsprojekt gemacht und wirklich "wenig" Kleidung für mich selbst gekauft. An diesem sehr überlegten Einkaufsverhalten hat sich auch nichts geändert. Ich gehe äußerst selten shoppen und überlege eher dreimal bevor ich etwas Neues kaufe.
Sehr kritisch wurden Bilder von weggeworfenen Lebensmitteln aufgenommen. Und ja auch mir macht das kein gutes Gefühl. Andererseits ist niemandem damit geholfen, wenn die Sachen noch länger in meinem Schrank stehen. Es ist manchmal schwer, so zu planen, dass Lebensmittel besser aufgebraucht werden, aber auch das ist ein ständiges Versuchen und an sich Arbeiten. Es hilft zum Beispiel vor dem nächsten Einkaufen zu schauen, was im Schrank steht und eventuelle einige Gerichte entsprechend zu planen.

Da der Januar ja insgesamt in der Bloggerwelt ein beliebter Monat zum Aufräumen und Ausmisten ist, gab es in den letzten Tagen auch andere Blogbeiträge, die sich mit dem Thema befassen und sehr lesenswert sind. Ganz viele praktische Tipps gibt es bei Tinka und das Fräulein im Glück bietet sehr viele Argumente, warum man ab und zu ausräumen und ausmisten sollte.
Letztlich geht es ja darum sein Konsumverhalten zu hinterfragen und sich darüber klar zu werden, dass Kaufen und Dinge nicht glücklich machen oder wie Joshua und Ryan sagen: live a more meaningful life with less.

Sonntag, 29. Januar 2017

Wochenende in Bildern 28. / 29.01.17

Vom letzten Wochenende habe ich noch ein Schlafdefizit im Gepäck, das mir unter der Woche etwas grummelige Laune beschert hat. Zum Glück kann ich dann in der Nacht von Freitag auf Samstag endlich mal ungestört durchschlafen, so dass ich am Samstagmorgen wieder einigermaßen frisch und gut gelaunt bin.
Zusammen mit Linnea und ihren Freundinnen fahre ich zum Nikolauskloster, wo die Eltern einer Mitsängerin ihre Diamantene Hochzeit feiern. Wir singen und die Mädels springen als Messdienerinnen ein. Es wird ein sehr schöner Gottesdienst.
Wieder zu Hause gibt es dann erst einmal eine Teepause. Der Mann werkelt im Garten und mir bleibt kurz Zeit, bis schon wieder das Mittagessen ansteht.
Die Auberginen werden knusprig angebraten und landen dann in einem Nudelauflauf mit Mozzarella, Tomaten und Croutons. Sehr lecker.
Wie immer werden am Wochenende auch Hausaufgaben erledigt. Diesmal geht es um die Planeten des Sonnensystems.
Nachmittags sind zwei Kinder unterwegs und ich knacke mit Elias gefühlte 100 Walnüsse. Ganz so viele sind es aber nicht. 200 g brauche ich für die Engadiner Nusstorte
Später spielen Elias und ich noch ein paar Spiele und dann wird es schon wieder Abend. Eigentlich möchte ich gerne wieder früh ins Bett gehen, aber eine Musiksendung im Fernsehen ist dann doch ganz nett.
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Der Sonntag beginnt dann wieder früh. Elias ist um 6:30 Uhr wach und darf noch etwas Kinderfernsehen schauen, während ich mein Buch weiter lese (bald muss ein neues her). Gegen Mittag holen wir Linnea an der Kirche ab.
Es tut gut, mal rauszukommen, auch wenn das mit dem Roller etwas schleppend geht.

Zum Sonntagsmittagessen gibt es heute Burger mit Pommes und Coleslaw, was lecker und sehr sättigend ist. Danach brauche ich erst mal einen Schnaps.

Nachmittags bauen wir gemütlich mit Lego. Viele zu Weihnachten geschenkte Sets sind inzwischen in ihre Einzelteile zerlegt, aber wir schaffen es, das eine oder andere wieder zusammen zu bauen.
Dann gibt es natürlich auch noch Kuchen, der wie immer köstlich ist.
Während Linnea ihre Englischaufgaben erledigt, baut Elias mal eben den Hubschrauber ohne Anleitung auseinander und wieder zusammen. Das sind so die kleinen Überraschungen des Alltags.
Nun neigt sich auch dieses Wochenende dem Ende zu. Gleich ist noch Badezeit und dann geht es für die Kinder bald ins Bett.

Die Wochenenden in Bildern werden wie immer gesammelt von Susanne von Geborgen Wachsen. Die aktuellen findet ihr hier
Euch eine gute Woche!

Freitag, 27. Januar 2017

Friday Fives

Nun ist der erste Monat im neuen Jahr schon fast wieder vorbei und es wird Zeit, dass ich mal wieder bei den Friday Fives mitmache. Die Friday Fives sind eine schöne Aktion von Nadine von Buntraum, die einem Gelegenheit gibt, im Alltag inne zu halten und Momente zu sammeln, für die ich dankbar bin.

1. Wieder gesund! Die letzten Wochen hatten es in sich. Ganz schön hartnäckig halten sich im Moment diverse Erkältungskrankheiten und Magen-Darm-Geschichten. Ich bin sehr dankbar, dass wir das so langsam überstanden haben und nun alle wieder gesund sind (klopft auf Holz).

2. Singen. Nach einer längeren Auszeit, gehe ich nun auch wieder zu den Chorproben und genieße es sehr, wieder zu singen. Hach, singen ist einfach toll!

3. Kleine Schritte. Im Begleiten des Aufwachsens der Kinder hat man ja manchmal das Gefühl, es ginge gar nichts voran. Unser nun im Mai 4 Jahre werdender Jüngster klammert sich nach wie vor an Schnuller und Pampi, braucht nachts immer noch ganz viel Nähe und wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, hält er daran fest.
Aber es gibt ja auch schon so vieles, was er gut kann und worin er sich ganz wunderbar entwickelt. er spricht sehr gut und deutlich und auch englische Wörter fehlerfrei, er übernimmt sehr gerne kleine Aufträge und bastelt und schneidet viel, er liebt Bücher und kann beim Vorlesen gut zuhören, er denkt mit, hat eine wunderbare Phantasie und lässt sich zunehmend auf Verhandlungen ein. Er wächst, wenn auch manchmal mit kleinen Schritten. (Manchmal hilft es die Perspektive zu wechseln und nicht nur darauf zu schauen, was noch nicht klappt. Nadine hat hier auch einen tollen Text dazu geschrieben.)

4. Kreativ-Auszeit. Schon jetzt bin ich meinem Mann dankbar, dass er es mir ermöglicht, im Mai zusammen mit Linnea vier Tage nach Bayern zu fahren. Ramona von Jademond bietet dort zusammen mit ihrem Mann eine Kreativ- und Klangauszeit an. Das hört sich spannend an und ich freue mich schon sehr darauf. Vielleicht sehen wir uns da?

5. Frischluft. Ich bin ja eher eine Stubenhockerin, vor allem, wenn es draußen eisig kalt ist. Von daher habe ich bei dem Winter-Spaziergang, der in dieser Woche von unserer Frauengruppe stattgefunden hat, zwar arg gefroren, aber es tat auch gut, mal frische Luft zu tanken und sogar ein paar warme Sonnenstrahlen im Gesicht zu spüren.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Hermine gibt nicht auf!

Der Women's March gibt Hoffnung und Stricken ist eben manchmal politisch! Der 20. Januar 2017 war kein guter Tag. Ein Mensch, der mit Rücksichtslosigkeit, Lügen, Hass und Diffamierungen an die Macht gekommen ist, wurde als Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Dass die Menschen in den USA, die ihn nicht gewählt und gewollt haben, das nicht einfach so hinnehmen, konnte man dann einen Tag später bei den vielen Women's March Demonstrationen überall in den USA und weltweit sehen. Allein in Washington waren fast 1 Millionen Menschen auf der Straße, sehr viel mehr als einen Tag zuvor bei der Vereidigung da waren.
Und das macht Hoffnung! Hoffnung, dass wir die Welt eben nicht einfach so denjenigen überlassen, die sich groß fühlen, indem sie andere klein machen (wir erinnern uns an die wundervolle Rede von Meryl Streep, die das auf den Punkt bringt). Was Frauen bewegt hat, nach Washington zu reisen, ist hier übrigens ganz wunderbar mit sehr schönen Fotos zusammengefasst.

Eine Symbolfigur für die Protestbewegung ist Hermine Granger, die starke und selbstbewusste junge Frau aus Harry Potter, die gemeinsam mit Harry gegen das Böse oder in dem Fall den Bösen kämpft. Und so wundert es nicht, das bei Ravelry, der weltweit größten Strick-Community neben dem Strickmuster für den Pussy Hat, Hermines Alltagssocken oder Hermione's Everyday Socks zur Zeit ganz oben auf der Liste der beliebtesten Strickprojekte stehen.
Mit dem Pussy Hat wollen die Frauen gesehen werden:
  1. Provide the people of the Women’s March on Washington D.C. a means to make a unique collective visual statement which will help activists be better heard.
  2. Provide people who cannot physically be on the National Mall a way to represent them- selves and support women’s rights.

Die Socken leuchten zwar nicht so grell wie die Mützen, aber vielleicht verleihen auch sie Mut und stärken uns in dem Bewusstsein, dass wir viele sind, denen Menschenrechte, Demokratie und Gleichberechtigung weithin wichtig sind.
Ich habe sie jetzt jedenfalls angeschlagen und damit ihr Zauber um so stärker wirkt, habe ich dazu das wundervolle bunte und glitzernde selbst gefärbte Sockengarn von Hauptstadtfarbe genommen.


Die Anleitung "Hermione's Everyday Socks" ist kostenlos bei Ravelry erhältlich und in viele Sprachen übersetzt. Ich stricke die Socken mit einem 2,25 mm Zing Nadelspiel.

Montag, 23. Januar 2017

Wochenende in Bildern 21. / 22.01.17

Rückblick auf unser Wochenende mit vielen Terminen, großer Familie und Möbelmesse. Mehr Wochenenden in Bildern findet ihr bei Susanne und Geborgen Wachsen, die immer den schönsten Frühstückstisch haben.
Am Freitag war mir beim Einkaufen nach ein paar frischen Blumen und nun leuchten die ersten Tulpen in diesem Jahr auf dem Wohnzimmertisch.
Linnea ist zur Geburtstagsparty im Schwimmbad eingeladen und macht sich auf den Weg.
Der Mann geht vormittags mit Elias zum Marionettentheater.


Das beschert mit eine gemütliche Strickpause im Wohnzimmer, bevor ich ein frühes Mittagessen koche, denn nachmittags sind wir alle verplant. Der Mann bringt Elias zu seinen Eltern und ich habe noch eine Besprechung mit dem Liturgiekreis. Davor muss Elias aber noch sein neues Roboterkostüm anprobieren. 
Als ich am späteren Nachmittag wieder zu Hause bin, ist das Licht ganz wunderschön.
Auch Linnea probiert schon mal ihr Karnevalskostüm an. Was es wird, wird aber noch nicht verraten :-). Abends sind die großen Kinder, das heißt auch die große Tochter und ihr Freund da und wir essen noch Pommes + Currywurst (etc.) zusammen und schauen mit den Mädchen den wunderbaren Film 
Verstehen Sie die Béliers? - ganz schön ungewohnt, wenn der Kleine nicht da ist, aber auch mal entspannend.
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Am Sonntag sind der Mann und ich dann schon früh mit der Bahn unterwegs, denn wir fahren zur Möbelmesse nach Köln.
Wie immer gibt es viel zu sehen und man ist schnell von den ganzen Eindrücken erschlagen. Mir gefallen die skandinavischen Möbelhersteller sehr. Eigentlich suchen wir ein Sofa. Es soll gemütlich sein, Platz für viel Personen haben und eine tiefere Sitzfläche. Wir finden sogar ein paar schöne, aber die sind noch nicht auf dem deutschen Markt vertreten.
Und diese wunderschönen Lampen.
Zwischendrin sieht man auch Kunst, zum Beispiel diese Hommage an Pflanzenfasern.
Im Cooktainment-Bereich wechseln sich bekannte Köche mit dem Kochen ab. Alexander Herrmann hat tatsächlich ein paar gute Tipps für das Zubereiten von Fleischpflanzerl.
Leider ist das kulinarische Angebot auf der Messe eher so na ja und teuer dazu. Tipp für nächstes Mal: Im Bereich des Designer Market gibt es einen tollen Foodtruck mit Burgern und Pommes zu normalen Preisen (zu spät gesehen).
Irgendwann kann ich dann nicht mehr laufen und wir fahren zurück und freuen uns auf die Kinder. Die großen Kinder haben in der Zwischenzeit den Kleinen bei der Oma abgeholt, so dass wir uns zeitgleich wieder zu Hause treffen.
Elias ist ganz schön müde nach dem Wochenende bei Oma und hat knallrote Wangen. Nach dem Baden und eincremen geht es aber wieder und wir schauen noch gemütlich Yakari bevor es ins Bett geht.
Euch eine gute Woche, das Wetter bleibt hier weiterhin ganz wunderbar kalt und sonnig!

Freitag, 20. Januar 2017

Rezension: Wo ist die Wurst?

Hm tja, heute geht es um ein Kinderbuch zu einem ganz speziellen Thema! Mit 3 1/2 Jahren besteht der Jüngste nach wie vor darauf, gewickelt zu werden und lässt sich auch nicht davon beeindrucken, dass jüngere Kinder in seiner Kindergartengruppe bereits auf die Toilette gehen. Bisher war ich da eigentlich ganz gelassen, aber so langsam schleichen sich Zweifel ein und ich überlege ernsthaft, wie wir die Windeln loswerden, denn er merkt ja, wenn er muss und kann es kontrollieren. Habe ich vielleicht den richtigen Zeitpunkt verpasst? Wie kann ich ihn dazu motivieren? Oder sollte ich doch die Nerven behalten und abwarten, bis er von selbst beschließt, dass er keine Windeln mehr braucht?
Tja, jedenfalls ist das Thema hier ganz schön präsent und da passt das neue Buch "Wo ist die Wurst?" von Birgit und Stefan Kippenberger, das heute im Tulipan-Verlag erscheint, ganz wunderbar. So jedenfalls meine Hoffnung und tatsächlich hat Elias sich das Buch sofort geschnappt und Linnea hat es uns vorgelesen. Worum geht es?

Eddi und seine ältere Schwester Zoe spielen gemeinsam im Hof Fußball, bis Eddi plötzlich Pipi muss. Aber sie wohnen doch im fünften Stock! Glücklicherweise hört Frau Sperling aus dem Erdgeschoss die Unterhaltung der Geschwister und bietet Eddi an, ihre Toilette zu benutzen. Aber was für ein Malheur: Herr Sperling hat vergessen abzuziehen und alle schauen auf die große braune Wurst. Verlegen drückt er auf die Spülung und schickt die Wurst damit auf ihre Reise. Aber wohin geht der Weg von Kacka, Pipi und so? Zusammen mit Herrn Sperrling folgen die Kinder der Spur im Rohrsystem der Kanalisation bis zur Kläranlage. Dort lernen sie, wie die schmutzige Brühe eine erstaunliche Wandlung durchmacht und schließlich aus Kacke Dünger und aus Pipi Trinkwasser wird.

Zusammen mit Eddi und Zoe lernen wir also, wie eine Kläranlage funktioniert und das ist gar nicht peinlich, sondern witzig und lebendig erzählt. Linnea hat besonders gut gefallen, dass das, was die einzelnen Figuren sagen, jeweils in einer eigenen Farbe geschrieben ist, so dass man beim Lesen den Überblick behält. 
Außerdem sind die Illustrationen von Caepsele ganz wundervoll und laden dazu ein, immer weder neue Details zu entdecken.
Na und als Eltern lernt man natürlich auch noch was dazu. Ich wusste jedenfalls noch nicht, dass die Bakterien, die in der Kläranlage das Wasser reinigen, danach in einen so genannten "Faulturm" kommen, wo Gas zum Heizen entsteht. Noch mehr Wissenswertes und ein Rätsel zum Staunen findet sich im Anschluss an die Geschichte.
Das klärende Sachbuch "Wo ist die Wurst?" macht jedenfalls viel Spaß und ist nicht nur für jüngere Kinder interessant.

Sonntag, 15. Januar 2017

Wochenende in Bildern 14. / 15.01.17

Mein erstes Wochenende in Bildern im neuen Jahr mit leckerem Essen, wenig Schnee und Fundsachen.
Der Samstag beginnt mit einem neuen Tee, den ich am Freitag in unserem Supermarkt entdeckt habe.


Außerdem probieren wir Einhorn (so heißt das tatsächlich und besteht aus 100% Einhorn-Pups).
In der Post ist ein neues Rezensionsexemplar, auf das ich mich schon freue und ein Fachbuch für die große Tochter, über das ich mich ziemlich ärgere. Eine Master- oder Bachelorarbeit veröffentlicht als Taschenbuch für 59,90€ finde ich echt dreist. Und in der Universitätsbibliothek ist das Buch anscheinend verschwunden.
Elias mag eh die Verpackungen am liebsten.
Dann schmücken Elias und ich den Baum ab und der große Sohn bringt ihn zum Straßenrand. 
Adieu Weihnachtsbaum!
Der Mann bringt mir ein Hähnchen aus dem Landmarkt mit und nach ganz langer Zeit gibt es mal wieder ein Brathähnchen. Da muss ich erst mal im Kochbuch nachlesen, aber die Methode mit dem Braten auf einem Rost über einem Blech mit grobem Salz funktioniert sehr gut und das Hähnchen ist wirklich lecker. Nach dem Essen schwirren der Mann, die große Tochter und der kleine Sohn los zum Schwedischen Möbelhaus und die jüngere Tochter zu ihrer Freundin.
Als Aufräumaktion des Tages wird heute das Teefach aussortiert. Da ist doch schon einiges abgelaufen oder wird nicht mehr getrunken.
Auch der Wohnzimmertisch ist noch dran und der Boden wird gesaugt. Nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, aber es muss ja manchmal sein.

Dafür ist es danach um so gemütlicher, auf dem Sofa zu sitzen und zu stricken, während es draußen anfängt zu schneien.
So um 17 Uhr raffe ich mich noch auf und backe meinen liebsten Zitronenkuchen mit der Zitrone, die mir eine Freundin aus Spanien mitgebracht hat - frisch vom Baum gepflückt.
Als der Mann wieder da ist, schläft Elias und wir lassen ihn noch ein bisschen auf dem Sofa schlummern. Dann ist schon bald Bettzeit für ihn. Der große Sohn fährt noch zu einer Party und ich hole Linnea ab. 
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Am Sonntag liegt dann tatsächlich etwas Schnee, wenn auch wenig. Wir sind alle etwas übermüdet, denn der Mann hat den großen Sohn nachts noch abgeholt und Elias ist natürlich auch wieder früh wach. Gegen Mittag gehen wir zur Messdienerstunde durch den Schnee, aber als wir zurück gehen schmilzt es auf der Straße schon.
Solche idyllischen Momente sind leider die Ausnahme. Unser wilder Junge tobt ganz schön gerne durchs Haus und quittiert Vorschläge, doch mal raus zu gehen, um sich auszutoben dann einfach mit einem "Nein!". Ganz schön anstrengend!
Den Mann habe ich anscheinend angesteckt mit dem Aufräumvirus. Er räumt seine Sachen auf und findet tatsächlich noch alte Broschüren über das Reisen in die DDR.
Inzwischen sitzt der Kleine in der Badewanne und wir können den Tag bald beenden. Ach nee, der große Sohn hat noch Hausaufgaben zu besprechen... und morgen funktioniert dann hoffentlich auch wieder unser W-Lan.
Euch eine gute Woche!
Die "Wochenenden in Bildern" werden gesammelt von Frau Mierau, die aktuellen findet ihr hier.