Mittwoch, 27. September 2017

Ein Pullover für den Herbst

Endlich habe ich mein zweites Langzeitprojekt fertig gestrickt. Der Pullover "Messing about in Boats" nach einer Anleitung von Asa Tricosa ist von den Nadeln gehüpft. Er ist wirklich kuschelig warm und passt perfekt.

Gestrickt habe ich den Pullover mit 5 Strängen Madelintosh DK (100% Merino) in der Farbe Thunderstorm auf 3,5 mm-Rundstricknadeln. Für die Ärmel habe ich Nadelspiel verwendet und die Bündchen mit 3,0 mm Nadeln gestrickt.

Angefangen habe ich das Projekt während eines Workshops mit der Designerin selbst, die uns im November letzten Jahres die von ihr entwickelte Ziggurat-Methode zum Stricken von Pullovern oder Cardigans nahe gebracht hat. So musste ich mir die etwas komplizierte Schulterpartie nicht alleine erarbeiten und konnte auf die tätige Mithilfe hoffen. Im nächsten Jahr wird es übrigens wieder einen Workshop mit Asa geben. Schaut mal bei HandHerzSeele vorbei, dann bleibt ihr auf dem Laufenden.

Der etwas ungewöhnliche Name "Messing about in Boats" wurde übrigens von einer Teststrickerin gefunden, die in Norwegen an der Küste lebt und den Pullover tatsächlich beim Bootfahren trägt. Eigentlich ist es aber ein Zitat aus dem wunderbaren Kinderbuch "Der Wind in den Weiden":

"Believe me, my young friend, there is nothing - absolutely nothing - half so much worth doing as simply messing about in boats."

Donnerstag, 21. September 2017

Rezension: Bloss nicht blinzeln!

Foto: cbj-Verlag; Verlagsgruppe Random House
Und noch eine witzige Bilderbuch-Neuerscheinung ist mir ins Haus geflattert: "Bloss nicht blinzeln!" von Tom Booth, erschienen beim cbj Kinder- und Jugendbuchverlag. Das englische Original "Don't blink!" ist in Amerika sehr erfolgreich gestartet und wird derzeit in viele Sprachen übersetzt. Ich bin sicher, dass Kinder weltweit das Buch mögen, denn es handelt von einem Spiel, das ganz sicher fast alle Kinder auf der Welt kennen.
Wie der Titel verrät, geht es um das Blinzelspiel und da wird der Betrachter des Buches ganz direkt angesprochen: "Bist du soweit? Auf die Plätze... fertig... los!" Ein Mädchen sitzt auf einer Wiese und schaut einen an. nach und nach kommen Tiere dazu und fragen, was das Mädchen macht und ob sie mitspielen können. "Klar! Du darfst nur nicht blinzeln!" Und so sitzen nach und nach immer mehr Tiere da und schauen einen mit weit geöffneten Augen an. Ganz egal, ob sie sich in freier Wildbahn nun mögen oder nicht, alle Tiere vom kleinen Vogel bis zum Krokodil, Affen, Giraffen und Elefanten füllen die Bildseiten aus und starren einen an. Am rechten Bildrand nähert sich langsam eine Schildkröte und was passiert, wenn sie ankommt, erfährt man erst ganz am Schluss.
Die Illustrationen von Tom Booth sind wirklich ganz wunderbar und laden zum Entdecken ein. Das Bilderbuch wird ab 3 Jahren empfohlen und gefällt ganz sicher älteren und jüngeren Kindern. Jüngeren Kindern, für die das Blinzeln noch etwas anstrengend ist, macht es Spaß zu beschreiben, welche Tiere sie auf den großen Seiten entdecken. Allen Anderen wird ganz besonders der Mitmach-Effekt gefallen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das Buch sich auch sehr gut im Kindergarten oder in einer Grundschulklasse vorlesen lässt und dort viel Spaß bringt.
Vielen Dank an den cbj Kinder- und Jugendbuchverlag für das Rezensionsexemplar.

Dienstag, 19. September 2017

Kinderleichte Herbstküche: Gefüllte Blätterteigtaschen

Schnell gemacht und eine tolle Idee für diverse Büffets sind gefüllte Blätterteigtaschen. Bei der Füllung sind der Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt. Die Variante mit Spinat und Schafskäse geht schnell und hat hier allen gut geschmeckt. Wenn Taschen übrig bleiben (was allerdings selten der Fall ist) lassen die sich übrigens auch super in die Brotdose packen.
Rezept (für eine Packung Blätterteig, ca. 18 Taschen):

1 Paket Blätterteig (TK oder noch besser Kühlregal)
1 Packung TK-Blattspinat
2 Knoblauchzehen
150g Feta-Käse
50g Walnusskerne
Kumin, Pfeffer, Salz
1 Bio-Zitrone
Sesamsaat, Eigelb

Spinat und evtl. den Blätterteig auftauen lassen.
Knoblauch fein hacken, Feta zerbröseln, Nüsse hacken.
Den Spinat gut ausdrücken und mit den anderen Zutaten und den Gewürzen vermischen.
Zitronenschale und etwas Zitronensaft ebenfalls zu der Spinatmischung geben.

Den Blätterteig mit der Sesamsaat bestreuen und mit dem Nudelholz darüberrollen, damit der Sesam kleben bleibt. Den Teig umdrehen und mit einem Glas Kreise ausstechen.
In die Mitte des Kreises die Füllung geebn und die Teighälften aufeinanderklappen und festdrücken.

Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit Eigelb bestreichen.
Im vorgeheizten Backofen bei 220°C ca. 15 Minuten backen.


Es empfiehlt sich, direkt die doppelte Menge des Rezepts zu nehmen, da die Taschen sehr schnell weggenascht sind. Als Mittagessen kann man gut Reis dazu essen. Wenn noch Füllung übrig ist, lässt die sich auch gut in einen Kartoffelauflauf verarbeiten. Guten Appetit!
Das Rezept wird beim creadienstag verlinkt.

Montag, 18. September 2017

Happy Birthday Linnea!

Meine kleine Tochter wird groß. Das hat man im letzten Jahr so richtig gemerkt. Das fünfte Schuljahr hat sie wachsen lassen und nun hat sie mich an Körperlänge bald eingeholt und kann auf ihre kleine Mama "herabschauen". Die wackelige Seelenlage festigt sich nun auch so langsam. Sie hat ganz tapfer einiges durchgestanden und so langsam erwacht der Ehrgeiz in ihr, in der Schule gut weiter zu kommen. Auf ihren Geburtstag hat sie sich jedenfalls sehr gefreut und wird ihn heute mit ihren Freundinnen feiern. Happy Birthday du kleine große Linnea!

Wochenende in Bildern 16. / 17.09.17

Ein herbstliches Wochenende mit Feiern, leckerem Essen und Familie war das. Die Wochenenden in Bildern werden gesammelt von Susanne. Das aktuelle Wochenende seht ihr hier.
Während ich im Sommer ja eher ein Kerzenmuffel bin, lädt die kühlere Jahreszeit nun wieder dazu ein, den Frühstückstisch mit Kerzen zu schmücken. Am Samstag holt der Mann schon früh Brötchen, denn er fährt noch zu einer Fortbildung und ich bin auch noch unterwegs.
Kleines Geburtstagsgeschenk für eine Freundin, dir mit einem gemütlichen Frauenfrühstück feiert.

Mittags gibt es leckere Wraps mit Süßkartoffeln und je nach Geschmack auch Schafskäse und Hähnchenbrust. Ich finde die vegetarische Variante aber am leckersten.
Die Tochter bringt den ersten geschnitzten Kürbis mit nach Hause. Dieses Mal wir samstags schon gebadet, denn morgen erwarten wir Besuch.
Abends ist auch die große Tochter da und der Mann bringt noch Sushi mit.
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Am Sonntag stehe ich schon früh in der Küche, denn nachmittags kommen die Großeltern, Tante und Cousin, um Linneas Geburtstag vorzufeiern. Wir sind erst unsicher wegen des Wetters und so backe ich sicherheitshalber einen Pflaumenkuchen. Vor Hefeteig habe ich ja immer noch Respekt, aber er gelingt mir inzwischen immer besser. 😊
Lieblingsmoment: Die Töchter spielen zusammen ihre Instrumente Querflöte und Klarinette 💓 
Mittags ist es ganz schön draußen, so dass Elias etwas an den Steinen herumfeilt.



Den Nachmittag verbringen wir dann, nachdem wir zu Hause den Pflaumenkuchen gegessen haben, zusammen mit unserem Besuch auf dem Kürbisfest im Nachbarort. Es ist sehr voll und es dauert eine Weile bis Elias sich von meiner Seite löst und klettert oder springt. Wie immer ist alles sehr schön dekoriert und eine schöne Einstimmung auf den Herbst.
Als die Geäste gefahren sind, geht Elias schlafen und ich bereite schon mal die Geschenke für unser Geburtstagskind vor.
Euch eine gute Woche!

Donnerstag, 14. September 2017

"Du Pupsaffe!" Manchmal macht Schimpfen auch Spaß.

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich als Elternberaterin vor vielen Jahren oft danach gefragt wurde, wie man damit umgehen soll, wenn die Kinder aus dem Kindergarten die ersten Schimpfwörter mitbringen. Was tun, wenn die Dreijährige plötzlich vor einem steht und laut "Mama, du Mistkäfer!" sagt? Gespannt wartet das Kind auf eine Reaktion. Viele Eltern fühlen sich provoziert, schimpfen zurück oder sind erst einmal einfach verunsichert.
Dabei kennen wir das ja auch, dass wir mal schimpfen, wenn das Auto vor einem konstant 50 auf der Landstraße fährt oder wenn etwas angebrannt ist. Mit Schimpfen kann man sich Luft machen und wir können sicher sein, dass die Kinder das mitbekommen und wir natürlich auch da als Vorbild wirken. Die Sprache der Kinder spiegelt die Sprache der Eltern. Natürlich kann Schimpfen auch mehr als Ärger ausdrücken, es kann um tiefe Not gehen, die sich in Beleidigungen Bahn bricht. Darum geht es hier explizit nicht, da geht es ja dann oft um tieferliegende Probleme.
Im Alter von drei bis sechs Jahren kann das Schimpfen auch Spaß machen, denn die Kinder fangen an, mit Sprache zu experimentieren.
Wie das aussehen kann, zeigt Ann Cathrin Raab in dem wunderschön gezeichneten Bilderbuch "Du Pupsaffe!", das bei Tulipan erschienen ist. Zwei Kinder spielen mit Bauklötzen und fangen plötzlich an, sich um einen Stein zu streiten. Nicht lange und schon fliegen Schimpfwörter hin und her, die sich wundersamer Weise sofort auf dem Bild zeigen. Wer also wissen will, wie so ein "Wurzelkopf-Bratwurst-Clown" aussieht, kann das hier sehen und irgendwann müssen auch die beiden Streithähne lachen und versöhnen sich wieder.
Die Zeichnungen von Ann Cathrin Raab sind nicht überladen. Es sind an Kinderzeichnungen angelehnte Bilder mit eher pastellfarbenen Akzenten, die den Schwerpunkt auf das Wesentliche legen. Und das sind in diesem Buch die Wörter, die natürlich beim Vorlesen mitgesprochen werden und viel Raum für eigene Ideen lassen. Mein Sohn und ich hatten beim Lesen jedenfalls viel Spaß.

Mittwoch, 13. September 2017

Fertig gestrickt: Silberponcho

Kennt ihr das auch? Manchmal ist es beim Stricken ja wie beim Lesen. Auf den letzten Seiten wird man wehmütig, dass das Buch nun zu Ende ist und beim Stricken der letzten Reihen des Silberponcho ging es mir genau so.
Angefangen habe ich das Projekt am 10. Juni 2016. Das Muster gibt es kostenlos hier und ist, wenn man sich eingestrickt hat, wirklich sehr einfach. Gestrickt habe ich den Poncho aus 8 x 50g Chiara von Lana Grossa (ein Garn, das es inzwischen nicht mehr gibt). Bei Ravelry findet man aber auch einige andere Garnvorschläge, die ganz wunderbar aussehen. Ich habe eine 3,5 mm Rundstricknadel verwendet.
Es ist ein tolles Gefühl, nun etwas im Schrank liegen zu haben, das man schon als Kleidungsstück bezeichnen kann 😉. Jetzt sollte ich mir für den Winter aber noch einen Theaterbesuch vornehmen, damit ich den Poncho auch würdig ausführen kann.

Dienstag, 12. September 2017

12 von 12 im September

Im September habe ich schon öfter an der Aktion #12von12 teilgenommen, 12 Bilder am 12. eines Monats direkt aus dem Alltag. Hier seht ihr die #12von12 2014, 2015 und 2016. Gesammelt werden die #12von12 von Caro auf Draußen nur Kännchen.

Heute beginnt der Tag um 6:23 Uhr mit "Mama, ich will runter". Der Mann ist schon aufgestanden, da er wegen einer Baustelle auf dem Weg früher zur Praxis fahren muss.
Elias kuschelt noch etwas auf dem Sofa, wir frühstücken und die Kinder ziehen los zur Schule und zur Bundesfreiwilligendienst-Stelle.
Ein Käsebrot ist ein gutes Brot.
Nachdem ich Elias in den Kindergarten gebracht habe und mit dem Fahrrad noch ein paar fehlende Sachen eingekauft, die Küche aufgeräumt und die Waschmaschine angestellt habe, mache ich mir am Schreibtisch erstmal eine kleine To-Do-Liste für den heutigen Tag. Es gibt noch einiges zu erledigen.
Dann freue ich mich aber auf eine ruhige Strickpause. Das nächste wip soll nun schnell fertig gestrickt werden.
Noch gemütlicher ist das natürlich mit einer Folge "Downton Abbey". Die sechste Staffel kann man jetzt mit Amazon Prime anschauen.
Tomatensalat mit Avocado und Mais zum Mittagessen (dazu gibt es Spagetti und Pesto), der große Sohn ist als erster wieder zu Hause. Die Tochter kommt später, da sie noch Klarinetten-Unterricht hat.
Die Fenster müssen mal wieder geputzt werden. Draußen wechseln sich Sonne, Wolken und Regen ab. Ich fürchte, ich kann gleich mit dem Schirm zum Kindergarten laufen.
Es klart aber dann doch noch auf.

6. Schuljahr: Fabeln im Deutschunterricht und die ersten Lateinvokabeln.

Nach dem Lernen wird dann noch eine Runde gesprungen ganz egal, ob das Trampolin nass ist oder nicht. Damit neigt sich dieser 12. September dem Ende zu und ich wünsche euch noch einen schönen Abend!

Montag, 11. September 2017

Rezension: Alles im Fluss


Warum soll die Juli die Ferien bei ihrer schrulligen Tante Marthe verbringen? Was hat Jonte eigentlich vor und kann so ein altes Faltboot wirklich halten?
Eigentlich hat die 13-jährige Juli gar keine große Lust auf Ferien bei ihrer Tante Marthe. Sie möchte Filmemacherin werden und sich nicht mit Pferden und Hunden beschäftigen. Juli mag nämlich keine Tiere. Dennoch lässt sie sich darauf ein. Sie lernt die Umgebung kennen, den Bach, der zu den Seen führt und Jonte, einen gleichaltrigen Jungen, den sie trifft und der das alte Faltboot seines Großvaters wieder zum Schwimmen bringt. Mit dabei ist Jontes kleiner Bruder und plötzlich befinden sich die drei mitten in ihrem größten Abenteuer.
Alles im Fluss ist der erste Jugendroman von Anna Herzog und bei Coppenrath erschienen. Anna Herzog hat bereits mehrere Kinderbücher geschrieben, ansonsten arbeitet sie als Schulärztin und lebt mit vier Kindern und vielen Tieren im Ruhrgebiet.
Das Buch ist in der Reihe "Just me - Lieblingsbücher für Mädchen" entstanden, die durch eine sehr schöne Haptik und Aufmachung auffallen. Der Umschlag lässt sich ganz ums das Buch herumklappen und die matten Aquarellfarben auf dem Titelbild werden von glänzenden Konturen und Schrift unterbrochen, was dem Buch einen wirklich schönen hochwertigen Charakter verleiht. Richtig angenehm ist aber, dass hier einmal nicht die typischen "Mädchenthemen" wie Internat, Prinzessinnen oder Vampire behandelt werden. Anna Herzog erzählt eine Geschichte aus dem echten Leben zieht einen mit ihrer genauen Beobachtungsgabe und witzigen Dialogen schnell in ihren Bann. Von Anfang an, möchte die Leserin oder der Leser wissen, welches Geheimnis Juli mit auf Marthes Hof bringt. Und sobald sich die drei Kinder in das alte Faltboot gesetzt haben, nimmt die Geschichte wie auch das Boot an Fahrt auf. Etwas rätselhaft sind zu Beginn die Drehbuchauszüge, Julis Notizen, die den Fluss der eigentlichen Geschichte immer wieder unterbrechen  und einen Blick ins ihre Gedanken ermöglichen. "Alles Im Fluss" erinnert zwar auf den ersten Blick an "Tschick" von Wolfgang Herrndorf, denn auch hier geht es um Jugendliche auf einem Roadtrip, auf der Suche nach sich selbst. Juli und Jonte müssen jedoch schon Anfang an Verantwortung tragen und sich um Jontes kleinen Bruder kümmern. Immer wieder begegnen sie auf ihrem Weg Menschen, die ihnen ein Stück weiter helfen und Juli begreift erst am Ende, warum Jonte unbedingt ans Meer will. "Alles im Fluss" ist kein oberflächliches Buch, hier geht es um echte Seelennöte und tiefe Gefühle, die auf der Reise zum Vorschein kommen und verarbeitet werden. Am Ende ist Juli ein bisschen mutiger geworden, sie hat Selbstvertrauen gewonnen und vor allem einen Freund. Diese Rezension ist in Zusammenarbeit mit BloggdeinBuch entstanden.

Donnerstag, 7. September 2017

Hier so...

Zur Zeit ist es etwas ruhiger hier, denn seit dem Wochenende plage ich mich mit Halsschmerzen herum und die Arbeit drumherum wird nicht weniger. Daher schreibe ich heute mal so eine kleine Bestandsaufnahme, was hier so los ist 😉.
Nun, ich fühle mich zur Zeit etwas matt und bin nachmittags dann oft so erschöpft, dass ich fast einschlafe. Die Zähne machen mir immer wieder zu schaffen und jetzt auch noch der Hals. Heute ist es allerdings schon etwas besser, so dass ich hoffentlich am Wochenende wieder die Kurve kriege.

Elias geht jetzt an 4 von 5 Tagen länger in den Kindergarten. Das stößt bei ihm nicht unbedingt auf Begeisterung, entlastet aber den Alltag sehr und wenn ich ihn abhole, ist er auch immer gut ins Spiel mit seinen Freunden vertieft. Zum Ausgleich genießt er die Zeit zu Hause, so dass ich nicht mehr viele Termine drumherum organisiere.

Linnea hat das 6. Schuljahr im Gymnasium begonnen und einige neue LehrerInnen und Fächer (Latein und Geschichte). Am Dienstag hat sie eine feste Zahnspange bekommen, was ziemlich unangenehm war. Aber sie hat sehr tapfer durchgehalten und ich denke, wenn sie den heutigen Tag überstanden hat, wird es langsam besser werden.

Der große Sohn absolviert zur Zeit einen Rettungshelfer-Kurs und muss dazu am Freitag noch eine Prüfung ablegen. Der Mann ist ganz begeistert, dass er nun all seine Notarzt-Erfahrung weitergeben kann.

Die große Tochter hat die erste Prüfung für das Graecum abgelegt und hat wirklich viel zu tun. Ich bewundere sehr, mit welchem Engagement, sie sich da reinarbeitet.

Wir haben ein Trampolin bestellt, das nun geliefert wurde und am Wochenende aufgebaut werden soll.

Außerdem geht die ehrenamtliche Arbeit wieder los, zuerst sind die MessdienerInnen dran, mit denen wir jetzt im September auch noch in eine Jugendherberge fahren wollen.

Davor steht aber noch Linneas Geburtstag an, für den ich schon das ein oder andere bestellt habe.

Nebenbei wird viel gestrickt und gelesen, denn es warten einige Rezensionen und hinter dem Horizont winkt auch schon das nächste Jahr mit den ersten Terminen. Spontan habe ich mir schon mal das erste Märzwochenende für einen Strick-Retreat reserviert.

Der September ist ja wirklich so ein bisschen wie der Januar. Nach dem langen Sommer muss man sich erst einmal wieder in den Alltag einfinden. Der neue Stundenplan spielt sich ein und gleichzeitig beginnt eine neue Jahreszeit, für die die ein oder anderen Kleidungssachen neu gekauft werden müssen. Es gibt also viel zu tun, frohes Schaffen!

Montag, 4. September 2017

Auf dem Weg zu weniger Plastik!

In Plastik verpackte Bananen, Wegwerfbecher, geschnittenes Brot in der Plastiktüte, in Plastik verpackter Käse... Plastik begegnet uns als Verpackungsmaterial immer noch überall und füllt die Gelben Tonnen. Zwar beginnt sich so langsam ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, manche Supermärkte haben Plastiktüten inzwischen abgeschafft und viele Bäckereien und Cafés füllen den Kaffee auch in wiederbefüllbare Becher, Plastik ist jedoch für unsere Umwelt immer noch ein großes Problem. 140 Millionen Tonnen Plastik befindet sich bereits in den Weltmeeren und jedes Jahr kommen acht bis zehn Millionen Tonnen hinzu. schreibt Nadine Schubert in ihrem neuen Buch "Noch besser leben ohne Plastik", das am 04. September 2017 im Oekom-Verlag erscheint. Ganz besonders problematisch ist dabei Mikroplastik, kleinste Teilchen, die vor allem durch Kosmetika und Wasch- und Reinigungsmittel über das Abwasser ins Meer gelangen. Auch aus Synthetikkleidung werden beim Waschen kleinste Teilchen heraus gewaschen, rutschen durch die Filter der Kläranlagen und landen irgendwann im Meer. Dort wird Mikroplastik zum Problem für Vögel und Fische, denn das Plastik kann nicht verdaut werden und die Tiere verhungern bei vollem Magen.
Bisher war ich davon ausgegangen, dass Mikroplastik vor allem in Form von kleinen Plastikkügelchen in Peelings eingesetzt wird . Von daher war ich doch überrascht zu lesen, dass die mit Polyethylen, Polyurethan oder Polyacrylat (eine vollständige Liste gibt es im Buch) bezeichneten Stoffe, auch in Make up, Sonnencreme, Shampoo und Duschgel sehr gängige Inhaltsstoffe sind.
Ein Blick auf die Zusammensetzung der Duschgels und Shampoos, die bei uns im Bad stehen, machte schnell klar, dass auch hier einige schwarze Schafe dabei sind, von denen ich es nicht erwartet hätte. Und das ist ja nun wirklich unnötig, da es überall Alternativen gibt, die auch nicht viel mehr kosten. Einen sehr informativen Einkaufsratgeber zu dem Thema gibt es vom BUND. Und wer den Drogeriemarkt direkt anschreiben und auffordern möchte, Mikroplastik aus seinen Eigenmarken zu verbannen, kann das hier tun.

Nadine Schubert beschäftigt sich nun seit rund vier Jahren mit dem Thema "Plastik" und wie es sich vermeiden lässt. Wer anfängt, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, sieht schnell die Notwendigkeit, hat aber oft das Gefühl, das Plastiksparen schrecklich aufwändig und umständlich ist. Es geht ja aber nicht darum, von Anfang an, alles perfekt zu machen. Die Autorin, schildert verschiedene Möglichkeiten, in das Thema einzusteigen und einfach anzufangen. Besonders gut gefällt mir die Idee, eine Liste mit ein paar Punkten festzuhalten, die man umsetzen möchte.
In dem Buch "Noch besser leben ohne Plastik" gibt es eine Vielzahl Ideen und Anregungen, wo man ansetzen kann, welche Einkaufsmöglichkeiten es gibt, was man sehr gut selber machen kann und wie man auch unterwegs plastikfrei leben kann. Besonders gut haben mir auch die Geschenkideen gefallen. Das sind wirklich ein paar nette Dinge dabei, die ich bestimmt umsetzen werde. Insgesamt mag ich, dass das Buch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger daher kommt. Nadine Schubert betont, dass es natürlich auch gutes Plastik gibt, das von Generation zu Generation weitervererbt werden kann und dass man bei allem Engagement manchmal auch eine Pause davon braucht. An Ideen, wie die Welt ein bisschen plastikfreier werden könnte, mangelt es jedoch nicht und zusammen mit Nadine Schuberts erstem Buch "Besser leben ohne Plastik", das ich hier vorgestellt habe, stellt das neue Buch einen reichen Fundus dar, aus dem man nur zu schöpfen braucht.
Herzlichen Dank an den oekom-Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 3. September 2017

Wochenende in Bildern 02. / 03.09.17

Ja, es wird Herbst, für die Wetterleute ist es das ja jetzt auch schon. Die Wochenenden in Bildern werden wie immer gesammelt von Frau Mierau. Die aktuellen gibt es hier.
Am Samstag warten wir etwas länger auf die Brötchen, denn der Mann fährt noch im Gartenmarkt vorbei und kauft eine Axt für die Gartenarbeit.


Dementsprechend wird dann erst mal im Garten gewerkelt und allerlei merkwürdige Wurzeln aus dem Boden befördert. Wir entfernen einen großen Strauch, der schon länger keine Blätter mehr trägt.

Zum Glück finde ich noch ein paar Walnüsse im Keller für mein Rote-Beete-Carpaccio, das dann auch wirklich sehr lecker schmeckt.
Zwischendurch kommt schöne Post an für die nächsten Strickprojekte. So langsam ist mir wieder nach warmen Decken, Jacken und Socken zumute.


Nachmittags habe ich noch was schönes vor und singe mit dem Chor bei einer Hochzeit. Diesmal in einer evangelischen Kirche. Ein wirklich sehr schöner Raum und ein schöner Gottesdienst.
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Am Sonntag versucht es der Jüngste mal mit dem Fahrradfahren. Als Laufrad kein Problem, aber mit den Füßen auf die Pedale und dann Loslassen? Das traut er sich noch nicht so ganz.



Um so faszinierter er ist von der Nudelmaschine, die ziemlich lange im Schrank gestanden hat. Das mit dem Nudelteig klappt auch super, nur beim Trocknen legen wir die Nudeln nicht weit genug auseinander, so dass doch einige zusammenkleben.

Zusammen mit Mangold und Lachs wird daraus aber dann doch ein leckeres Sonntagsessen.
Der Nachmittag plätschert dann so dahin. und heute Abend werden wir den Tag wohl mit dem TV-Duell ausklingen lassen.

Euch eine gute Woche!