Donnerstag, 19. April 2018

Notizen aus der Strohwitwenwoche

Seit einigen Jahren fährt der Mann im Frühjahr eine Woche lang zu den Psychotherapietagen in Lindau. Eine Woche, die ich also hier alleine mit den Kindern verbringe. Er bekommt dort jede Menge neue Impulse für seine Arbeit und ich schwanke zwischen dem Jonglieren mit Terminen und To-Dos und aber auch etwas mehr Zeit, mich in eigenen Gedanken und Projekten zu verlieren, denn die sonst anstehenden Aufgaben für die Praxis fallen weg.

Es steht so einiges an diese Woche: eine Kirchenführung mit den Vorschulkindern aus dem Kindergarten, Frauenfrühstück, ein Konzert / Vorspiel der jüngeren Tochter, letzte Vorbereitungen für die Erstkommunion, noch ein Frauenfrühstück, für das es einiges vorzubereiten gibt, der Wocheneinkauf und die Lichterfeier für die Kommunionkinder.

Wenn sich ein Termin an den anderen reiht, wie in dieser Woche, die Einkäufe geplant werden wollen und so manches spontan umgeplant werden muss, merke ich, dass ich mir Pausen schaffen muss und dann auch mal etwas absage, um mehr unverplante Zeit zu haben.

Da abends der Fernseher aus bleibt, habe ich mehr Strickzeit und bin bei meinem Reagan-Cardigan ein gutes Stück weiter gekommen.

Zwischendurch findet sich das eine oder andere im Netz, das ich eigentlich gerne weiter verfolgen möchte. Sehr gut hat mir der Artikel von Ramona über das Bibel Art Journaling gefallen. Dabei arbeitet man direkt in einer Bibel mit den Texten und hebt einzelne Sätze kalligrafisch und künstlerisch heraus. Als ich in diesem Zusammenhang über mein liebstes Bibelzitat nachdachte, kam ich auf: "Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich." (Psalm 23.4)

Dem Mann geht es gut. So ein bisschen Abstand ab und zu finde ich ja nicht schlecht, um auch noch einmal die Beziehung zu reflektieren und einfach mal zu merken, wie und wo der andere einem fehlt. Die Kinder vermissen den Papa natürlich und der Jüngste ist ziemlich anhänglich und schläft am liebsten in Mamas Bett.
Ich merke, dass ich schlecht schlafe. Nachts bin ich hellwach und tagsüber kommt dann irgendwann die Müdigkeit. Aber so eine Woche vergeht dann letztlich schnell. Wir genießen jetzt noch die warme Frühlingssonne. Habt eine gute Zeit!


Donnerstag, 12. April 2018

"DNA" von Yrsa Sigurdadóttir

Bereits vor einigen Jahren habe ich gerne isländische Krimis gelesen und mich sehr gefreut, dass nun auch eine Autorin in der Krimiszene dort aufgetaucht ist. "DNA" erschienen bei btb ist das erste Buch von Yrsa Sigurdardóttir rund um den Kommissar Huldar und die Kinderpsychologin Freya. Auch der zweite Band "Sog" ist bereits erschienen.

"Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen."

Das Buch beginnt ziemlich brutal und man möchte sich am Anfang am liebsten einige Male die Augen zuhalten. Sehr schnell zieht einen jedoch der Fall in seinen Bann und man fiebert mit und überlegt, wer hinter den brutalen Morden und den geheimnisvollen Botschaften stecken könnte. Da die Perspektive immer wieder wechselt und man mal Kommissar Huldar, mal Freya, mal die Opfer und mal auch den jungen Studenten Karl begleitet, lesen sich die 479 Seiten sehr abwechslungsreich und ganz besonders gegen Ende mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und konstruiert, so dass selbst erfahrene Krimileser erst spät auf die richtige Spur kommen. Yrsa Sigurdardottir schreibt detailreich und genau. Sie schafft es, die Figuren lebendig werden zu lassen, auch wenn Kommissar Huldar insgesamt noch etwas blass bleibt - aber das kann sich im zweiten Band ja noch ändern. Man darf gespannt sein!

Dienstag, 10. April 2018

Fertig gestrickt: Free your Fade

Spätestens beim Stricken des A girls best friend - Tuch habe ich mich in die Tosh Merino Light von Madelinetosh verliebt und mir vorgenommen, ein Tuch nur mit diesem Garn zu stricken. Im Stash war noch ein kleine Rest "Glazed Pecan" und ein größerer Rest "Liquid Gold" und außerdem ein noch nicht angefangener Strang "Dustweaver". Um diese Farben zu ergänzen habe ich mir noch "Brick Dust" bestellt und als Anleitung den "Free your Fade" von Andrea Mowry ausgesucht.
Andrea Mowry ermutigt in ihrer Anleitung, die sehr gut verständlich ist, dazu, selbst kreativ zu werden und einen eigenen Free your Fade zu schaffen. So habe ich zunächst den kleinen Rest "Glazed Pecan" verstrickt und in das "Liquid Gold" laufen lassen und dann die anderen Farben angeschlossen. Mein fertiges Tuch ist etwa zwei Abschnitte größer als in der Anleitung. Abgeschlossen wird es mit einem Picot-Rand, den ich zum ersten Mal gestrickt habe, was aber dank YouTube wirklich einfach war.


Gestrickt habe ich das Tuch mit einer 3,00 mm Rundstricknadel, verbraucht wurden ca. 10g der Farbe Glazed Pecan, 50g von Liquid Gold, 68g von Brick Dust und 98g von Dustweaver. Die Anleitung ist auf englisch, aber sehr gut verständlich und auch für AnfängerInnen geeignet.

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Dienstag, 27. März 2018

Geschenkpapier selbst gemacht

Im Rahmen der Plastikvermeidung ist unsere Gemüsekiste seit einigen Wochen mit Packpapier ausgekleidet. So ein schönes großes Stück Papier ist ja wirklich zu schade zum Wegwerfen und so schwebte mir schon seit einiger Zeit die Idee im Kopf herum, das Papier zu bedrucken und dann als Geschenkpapier zu verwenden.

Für mich ist da ja Lotta Jansdotter immer eine tolle Inspirationsquelle. Sie veranstaltet regelmäßig in ihrer Heimat Schweden Workshops und Retreats, bei denen es um das Drucken geht und zeigt, dass dabei weniger oft mehr ist. Für den ersten Druckversuch habe ich daher einfach mit Kartoffelstempeln und weißer Acrylfarbe, die noch im Keller herumlag, gearbeitet.


Durch die regelmäßige Wiederholung des Musters und die unterschiedliche Farbintensität entsteht ein schöner Effekt.

Linnea hat sich für ein Tulpenmuster entschieden, das sich auch sehr einfach aus einer Kartoffel schneiden lässt.

Am Ende hatten wir drei große Bögen Geschenkpapier bedruckt und konnten das erste Ostergeschenk einpacken.

Verlinkt beim creadienstag

Donnerstag, 22. März 2018

Mein Kochbuch im März: Jerusalem

Jede Menge Kochbücher im Regal und ich schaue viel zu selten hinein. Daher gibt es 2018 die Kochbuch-Challenge, bei der ich mir jeden Monat ein neues Kochbuch heraussuche, einige Gerichte daraus koche und das Kochbuch hier noch einmal vorstelle.
Für dem März habe ich das Kochbuch Jerusalem von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi aus dem Regal geholt. Das Buch ist eine Hommage der beiden Londoner Köche an ihre Heimatstadt und enthält neben Rezepten viele Geschichten über die verschiedenen Viertel, ihre Bewohner und ihre Küche. Ich habe mir das Buch vor drei Jahren gekauft und schon das ein oder andere Rezept ausprobiert.
Vor allem hat das Buch, meine Art Blumenkohl zuzubereiten völlig verändert. Ehrlich gesagt, war ich bis dato kein großer Fan von Blumenkohl. Die Art und Weise, wie Ottolenghi die Zubereitung vorstellt, nämlich im Backofen, führt aber zu einem völlig neuen Geschmackserlebnis. Der Salat von geröstetem Blumenkohl mit Haselnüssen steht seitdem ziemlich regelmäßig auf unserem Menüplan.

Ebenfalls köstlich sind die Auberginen mit Chermoula, Bulgur und Jogurth. Ich musste zwar etwas improvisieren, da ich keine eingelegten Zitronen im Haus hatte und daher die Menge der Chermoula nicht so ganz stimmte, das Ergebnis war aber dennoch ganz köstlich.
Ganz besonders die Salate haben es mir angetan. Unbedingt möchte ich noch den Spinatsalat mit Datteln und Mandeln und Na'amas Fattoush (eine Art Brotsalat mit frischen Tomaten, Radieschen und Gurke) ausprobieren. Leider braucht man immer wieder spezielle Gewürze, die nicht so unbedingt in jedem Gewürzregal stehen, wie zum Beispiel Sumach oder Zatar, aber es steht einem ja auch frei, sich Alternativen zu überlegen.
Zugegeben, in diesem Monat habe ich leider nicht so viele Rezepte neu ausprobiert, wie ich wollte (manchmal hält man sich lieber an die Routine fest), allen, die die mediterrane oder nordafrikanische Küche lieben, sei dieses schön gestaltete Kochbuch jedoch wärmstens empfohlen. 

Dienstag, 20. März 2018

Fertig gestrickt: Broken Seed Stitch Socken

Um die Broken Seed Stitch Socken bin ich lange herumgeschlichen, denn das Muster hat mich von Anfang an fasziniert. Wenn ich gewusst hätte, wie einfach es ist, hätte ich es ganz bestimmt auch schon früher angeschlagen. So habe ich mir im Januar Garn aus dem Stash gesucht und losgelegt. Da die Socken eher ein Nebenbei-Projekt warn, ging es langsam voran, aber nun habe ich sie endlich von den Nadeln hüpfen lassen.

Die Anleitung "Broken Seed Stitch Socks" von Hanna Leväniemi gibt es als kostenlosen Download bei Ravelry. Beschrieben wird das Muster. Wie man Bündchen, Ferse und Spitze strickt, bleibt eigenen Vorlieben und Gewohnheiten überlassen.
Ich habe Malabrigo Sock in den Farben Ochre und Primavera verwendet - ein Light Fingering Yarn, das also noch etwas dünner ist als "normales" Sockengarn. Das Garn ist sehr glatt und ich habe es mit einer 2,25 mm Nadelspiel verstrickt.
Nun bin ich gespannt, wie sich die Socken nach dem Waschen verhalten. Sie dürfen sich ruhig noch ein kleines bisschen weiten, denn sie sind eigentlich für meinen Mann (Schuhgröße 43) gedacht.

Verlinkt bei creadienstag und HäkelLine

Montag, 19. März 2018

Wochenende in Bildern 17. / 18.03.18

Dieses Wochenende hatte ich mal wieder Lust, unseren Alltag ein wenig festzuhalten und so gibt es ein Wochenende in Bildern. Wie immer sammelt Frau Mierau noch mehr Wochenenden und es ist immer ganz interessant zu schauen, wie es in anderen Familien so aussieht.
Den Samstag beginnen wir erst einmal mit einem schönen gemütlichen Frühstück (Zustand vor der Rückkehr vom Bäcker). Draußen wirbeln Schneeflöckchen durch die Luft und es ist noch einmal richtig kalt geworden.
Nach dem Frühstück gibt es noch ein paar Briefe für die Praxis zu schreiben. Da die großen Kinder nachmittags etwas vorhaben, koche ich dann schon recht früh.
Es gibt Mie-Nudeln mit frischem Spinat, Champignons, Möhren und Tofu - schnell und lecker. Dann verabschieden sich die großen Kinder zum Shoppen und Fußball schauen.
Der kleine Sohn und ich schauen Peter Hase. Diese ältere Serie haben wir noch auf DVD. Die Figuren sind hier noch mit weniger Computertechnik gezeichnet als in der Serie, die aktuell im Fernsehen läuft. Bald startet ja auch der entsprechende Kinofilm, den wir uns anschauen möchten. Der Mann legt sich ein Weilchen hin und irgendwann lösen wir uns ab und ich schlafe noch eine Runde.
Winterkräutertee passt immer noch.
Und zwischendurch werden noch ein paar Reihen gestrickt und ich freue mich, 
dass Annette wieder da ist.
Gegen Abend kommen die großen Kinder wieder und wir essen noch Sushi und schauen alte Folgen von Weissensee.
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Am Sonntagmorgen gibt es Rührei. Heute wollen der Mann und der große Sohn den Keller ein wenig umräumen.
In der Mittagszeit treffe ich mich mit den Lektorinnen und Lektoren unserer Gemeinde, um den neuen Plan zu erstellen. Die Lektoren lesen im katholischen Gottesdienst die Lesung und die Fürbitten und teilen auch meistens die Kommunion mit aus.


Die Sonne kommt raus und ich beschließe, etwas Ostervorfreude ins haus zu holen. Die Glas-Eier liegen noch im Keller und die Kärtchen mit den Ostermotiven sind schnell auf weiße Pappe gedruckt und mit der Zackenschere ausgeschnitten. Die Motive findest du hier.

Am frühen Abend fahren wir dann noch mit der Tochter nach Mönchengladbach, wo ein Klezmer-Wettstreit mit herausragenden Musikern stattfindet. Die Atmosphäre gefällt mir gut, der Tochter hat allerdings die klassische Klarinettenmusik besser gefallen.

Euch allen eine gute Woche!

Donnerstag, 15. März 2018

"Alles was fährt" von Richard Scarry

Manche Bücher sind untrennbar mit der Bildsprache ihrer Zeit verknüpft, was sie zu echten Klassikern macht. Dazu gehört auch "Alles was fährt" von Richard Scarry, das 1974 unter dem Titel "Cars and Trucks and Things That Go" erschienen ist. Wer in den 1970er Jahren aufgewachsen ist, erinnert sich sicher noch an die bunten Bilder mit immer sehr beschäftigten Tieren. Der Diogenes Verlag hat nun nach "Mein allerschönstes Wörterbuch" und "In der großen Stadt" ein drittes Bilderbuch des amerikanischen Autors und Illustrators herausgebracht und sorgt dafür, das die wunderbaren Bücher dieses Autors nicht in Vergessenheit geraten.
Auf der Straße ist ganz schön viel los. Familie Schwein will eigentlich nur zum Strand fahren und erlebt auf dem Weg dahin eine Menge Abenteuer. Da kommt auch Polizeibeamtin Rotpelz auf ihrem Fahrrad kaum hinterher. Sie verfolgt Dingo in seinem Rennwagen und muss unterwegs mit ansehen, wie Klempner Jake seine halbe Ladung verliert, eine Tüte Nägel für platte Reifen sorgt und eine Dampfwalze unkontrolliert über die Straße rollt. In "Alles was fährt" gibt es nicht nur Radlader, Bolldozer und Kipper, sondern auch herrliche Fantasiefahrzeuge wie ein Bananenmobil, ein Käseauto und ein Raupenbus. Auf fast 70 Seiten lässt es sich nach Herzenslust blättern, suchen und entdecken und als Familie Schwein nach einem langen Tag wieder zu Hause ankommt, gibt es auch noch eine Überraschung für alle.
Das Buch "Alles was fährt" ist eine wohltuende Abwechslung zu all den Sachbüchern, die zeigen, welche Autos es gibt und was diese Autos tun. Gerade als Vorleser_in wird das ehrlich gesagt schnell langweilig. Bei Richard Scarry gibt es hingegen immer etwas neues zu sehen. Über die Seiten entspinnen sich kleine Geschichten und der Leser wird in den kurzen Textpassagen direkt angesprochen und kann so aktiv mitwirken.
Wer noch ein besonders schönes Bilderbuch ins Osternest packen möchte, dem sei "Alles was fährt" wärmstens empfohlen.

Montag, 12. März 2018

Tortilla ganz einfach selbst gemacht

Es gibt Gerichte, die durchaus eine gewisse Herausforderung darstellen. So ging es mir mit Tortilla, die ich vor einiger Zeit nach einem Rezept aus dem wunderschönen Kochbuch Baskisch: Rezepte aus San Sebastián, Bilbao und Umgebung ausprobiert habe - und kläglich gescheitert bin. Die Menge an Kartoffeln und Ei, die ich damals in eine Tortilla verwandeln wollte, war einfach viel zu groß. Beim Wenden floss die Hälfte der Masse auf den Herd und alles war ein großes Chaos. Mich ließ der Gedanke an eine leckere Tortilla aber nicht los und so habe ich es letzte Woche noch einmal probiert. Mit einer kleinen Pfanne und einer überschaubaren Menge.
Zutaten für 4 kleine Tortillas:

3 große Kartoffeln
5 kleine weiße Süßkartoffeln
2 Knoblauchzehen
etwas Blattspinat (hier TK)
8 Eier
Salz
Paprikapulver
Agavendicksaft
Olivenöl

Zunächst die geschälten und in Scheiben geschnittenen Kartoffeln in Olivenöl anbraten.
Für eine Tortilla zwei Eier aufschlagen, würzen, etwas Spinat dazu geben und die gebratenen und etwas abgekühlten Kartoffelscheiben ( so viel, wie es gut zu der Menge Ei passt).
In einer kleinen beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen und die Tortillamasse hineingeben. So lange backen, bis die Tortilla am Boden hellbraun wird, dann wenden und auf der Rückseite ebenfalls knusprig (aber nicht zu dunkel) braten. Das Wenden gelingt gut mit einem Pfannenwender.
So sieht die Tortillamasse vor dem Backen aus.
Und das ist die fertige Tortilla, die sich wunderbar schneiden und aufbewahren lässt. Tortilla ist auch ein tolles Gericht für den Picknickkorb, da sie kalt eigentlich genau so gut schmeckt wie warm. Das Gute ist auch die fast unendliche Menge an Variationsmöglichkeiten. Andere Gemüsesorten lassen sich darin genauso gut verstecken wie Käse, Kräuter oder Mais. Lasst es euch schmecken!

Montag, 5. März 2018

Auszeit für mich: Kreativ Wochenende im Westerwald

Den März habe ich mit einer kleinen Auszeit für mich begonnen und beim Kreativ Wochenende im Westerwald teilgenommen, das Cordula von Hand Herz Seele organisiert hat. Von Freitagnachmittag bis zum Sonntagmittag gab es jede Menge Zeit zum kreativen Werkeln bzw. Stricken. Es war ganz wunderbar, sich einmal um nichts kümmern zu müssen und sich einfach dem liebsten Hobby widmen zu können.
Am Freitagnachmittag hat mich der Mann zur Bahn gebracht und ich habe mich auf den Weg in den Westerwald gemacht. Erst einmal ging es an der Sieg entlang - eine Landschaft, die ich so gar nicht kenne. Es wurde, je weiter ich kam, kälter und kälter, es gab vereiste Bäche und Flußränder und immer mehr Schnee. Besonders abenteuerlich war dann der letzte Abschnitt mit der Daadetalbahn, die sich ganz nah an Häusern vorbei durch ein enges Tal schlängelt und schließlich in Daaden endet.
Untergebracht waren wir in der liebevoll restaurierten Zehntscheune, die genug Platz zum gemütlichen Zusammensitzen bietet. In der großen Küche hat Cordula ein leckeres Frühstück und Mittagessen für uns zubereitet und abends haben wir die Möglichkeit gehabt im Gasthaus Koch zu essen, was auch sehr lecker und angenehm war. So eine große Gruppe strickender Frauen (+ 1 Mann) fällt natürlich auf und da dieses Wochenende schon öfter in Daaden stattgefunden hat, werden die Einheimischen sicher inzwischen munkeln: "Ah schau, die Strickerinnen sind wieder da!"
Wenn 16 Frauen und ein Mann zusammen kommen gibt es viel zu erzählen. Ganz unterschiedliche Lebensgeschichten, Anekdoten und Erlebnisse wurden ausgetauscht, aber auch viele Erfahrungen mit Garnen und Mustern und anderes aus der Strick-Community. Ich hatte meine drei aktuellen Projekte dabei und bin bei allen ein gutes Stück weiter gekommen. Vor allem der Free your Fade ist gewachsen.
Gewachsen ist außerdem mein Wollvorrat 😊, denn es gab ein wunderbares Goodie-Bag mit dem traumhaft weichen neuen Garn von Pascuali. Außerdem will das Sockenwunder von Addi mal ausprobiert werden und es gab eine hangeschöpfte Seife von Nettis Nadelkunst und ein Gutschein von der Wollerey. Den Zauberball in der Mitte habe ich getauscht und die drei Stränge Titus von baa ram ewe noch bei Cordula gekauft und schon für ein Projekt eingeplant.

Übrigens schien dann gestern die Sonne und der blaue Himmel ließ tatsächlich den Frühling erahnen. Na, und der kann ja nun auch mal langsam kommen. Schön wars in Daaden und ich kann mir gut vorstellen, wieder zu kommen.

Montag, 26. Februar 2018

Ordnung - innen und außen

Beim Jahr der Möglichkeiten, dem Online-Jahreskurs von Ramona und Nadine, ging es im Februar um das Thema "Ordnung". Es gab viele Denkanstösse, Aufgaben zum Mitmachen und Ideen. Das Thema Ordnung lässt sich ja tatsächlich von vielen unterschiedlichen Seiten beleuchten und angehen. Neben den mehr organisatorischen Tipps, wie man am besten aufräumt und Ordnung hält, hat es ja auch viel mit unserem Innenleben zu tun.
Das ist mir sehr jetzt am Wochenende aufgefallen, das ich zusammen mit unserem Liturgiekreis und 13 Kommunionkindern in der Jugendherberge verbracht habe (leider waren einige krank 😞). Klar könnte man denken, dass Kinder an sich ja gerne mal Chaos verbreiten. Die meisten Kinder waren aber durchaus gut in der Lage, ihre Sachen zusammen zu halten und im Zimmer einigermaßen Ordnung zu halten. Es gab jedoch einzelne Kinder, bei denen sich der Inhalt des Koffers komplett über die Hälfte des Zimmers verteilte. Diesen Kindern fiel es ganz besonders schwer, aufzuräumen und die eigenen Dinge zu finden. Es fehlte eigentlich komplett der Blick für die Dinge und die Wertschätzung der eigenen Sachen. Das Außen spiegelt das Innen. Nicht nur die Wertschätzung der Dinge, auch die Wertschätzung von sich selbst war bei diesen Kinder sehr instabil.
Mich hat es wieder einmal daran erinnert, dass es sich durchaus lohnt, es sich schön zu machen. Wenn ich auf die Dinge achte, die Küche und den Esstisch aufräume und vielleicht auch noch einen kleinen Blumenstrauß oder ein paar Kerzen darauf stelle, gestalte ich nicht nur den Raum, sondern auch das was ich sehe. Ich bin es mir wert, meinem Blick Schönheit zu schenken.
Auch wenn solche Momente in einer großen Familie oft nur von kurzer Dauer sind, lohnt es sich immer wieder, sie zu schaffen. Ich habe mir jedoch auch abgewöhnt, mich darüber aufzuregen, wenn andere Familienmitglieder da einen anderen Blick haben oder anders aufräumen. Während ich beim Aufräumen sortiere, packt der Mann gerne alles in eine Kiste und stellt sie außer Sichtweite. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass Dinge neu gesucht werden müssen.
Meinen liebsten Ordnungstipp habe ich auch schon einmal bei der Rezension von "Die magische Küchenspüle" vorgestellt. Eine glänzende Spüle erfreut den Blick und strahlt auf den Rest des Hauses oder zumindest der Küche aus. "Ich weiß nicht warum, aber eine strahlende Spüle lässt Ihren Tag jeden Morgen mit einem Lächeln beginnen." (Marla Cilley)
Letztlich ist das sich Kümmern um die Dinge also auch ein Kümmern um sich selbst und das sollte es uns wert sein. 

Donnerstag, 22. Februar 2018

Bananenchips selbst gemacht

Ich bemühe mich, mehr darauf zu achten, möglichst alles, was wir so gekauft haben, auch zu verwerten bzw. wenig wegzuwerfen. Was immer mal wieder übrig bleibt, sind Bananen. Die bekommen ja schnell dunkle Stellen und dann mag sie keiner mehr essen. Sehr gerne haben wir daraus einen Milkshake gemacht, aber irgendwie schwirrte mir im Kopf herum, dass wir es doch auch mal mit Bananenchips probieren könnten.
Da wir keinen Dörrautomat haben, habe ich die Bananen auf ein Backblech geschnibbelt. Je dünner, desto besser. Beim ersten Versuch war es bereits später Nachmittag und dementsprechend hatten wir wenig Zeit.
Also habe ich versucht, die wenige Zeit durch mehr Hitze auszugleichen. bei 200° wurden die Bananenscheiben ca 20 Minuten gebacken und begannen, bereits etwas knusprig braun zu werden. Danach habe ich das Backblech kurz in die kalte Winterluft gestellt, um die Chips abzukühlen.
Tatsächlich waren die dünnen Scheiben knusprig geworden und ließen sich gut knuspern. Um wirklich gute Bananenchips zu machen, muss man aber doch mehr Zeit einrechnen. Es wird empfohlen, die Bananen bis zu sechs Stunden (und evtl. länger) bei 70 bis 80 Grad Umluft zu trocknen. Danach sind die Chips lange haltbar und lassen sich gut aufbewahren.
So lässt sich einfach und günstig ein Snack ohne Zuckerzusatz herstellen, der vielseitig verwendbar ist. Wer einfach mal auf die Schnelle, eine leckere Müsli-Zutat herstellen möchte, kann auch die 20-Minuten-Variante ausprobieren. Viel Spaß beim Experimentieren!

Montag, 19. Februar 2018

Wochenende 17./18.02.18

Mal wieder ein Blick auf unser Wochenende. Mehr Wochenenden in Bildern finden sich bei Frau Mierau. Zur Zeit gibt es kaum einen Tag ohne Termine und das löst bei mir meistens schon im voraus Stressreaktionen aus. Ich übe mich aber darin, das ganze gelassen zu sehen und einfach auf mich zukommen zu lassen, den schließlich sind die meistens Termine ja auch ganz schön.
Am Freitagabend haben wir einen Abend zur Einstimmung auf den Weltgebetstag der Frauen, der in diesem Jahr aus Surinam kommt, gestaltet. Es gab ein paar Infos zu diesem für die meisten eher unbekannten Land, viel Musik und was leckeres zum Essen und zum Trinken.

Die Nacht zum Samstag war dann recht anstrengend, denn der Jüngste wanderte gegen 1 Uhr zu mir ins Bett. Dementsprechend war ich am Samstagmorgen sehr müde.
Also erst einmal Tee für Mutter und Sohn.
Der Sohn ist gar nicht müde und puzzelt schon fleißig.
Der Mann holt Brötchen und nach dem Frühstück bin ich bei der Vorbereitung der Kommunionkinder aktiv. Es geht um das Thema "Namen".
Wieder zu Hause wird noch schnell ein Kuchen gerührt und Mittagessen gekocht. Dann müssen noch ein paar Arbeitsdinge erledigt werden. Der Mann hat abends Dienst und ruht noch etwas, da er die ganz Nacht wach sein wird.

Die große Tochter war übrigens kreativ und hat dem jüngsten Sohn ein tolles Bild gemalt. 💓
Wiederentdeckt: zur Zeit spielen wir gerne Cluedo. Ich muss mich da noch etwas reinfuchsen, aber die Kinder haben es schon gut raus.
Abends gehen wir dann früh ins Bett, um noch etwas Schlaf nachzuholen.
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Der Sonntag beginnt etwas gemütlicher, der Jüngste lässt mich bis fast 8 Uhr schlafen. Der Mann kommt müde vom Dienst, wir frühstücken und gehen dann in den Sonntagsgottesdienst.
Wieder zu Hause habe ich etwas Strickzeit mit dem Podcast Knitting cats and unicorns. Dann wird gekocht und organisiert, denn der große Sohn möchte noch ins Stadion, obwohl wir ihn eigentlich bei der Betreuung des Jüngsten eingeplant haben. Zum Glück kommt die große Tochter und springt ein. Wir fahren den Sohn zum Bahnhof und dann weiter nach Düsseldorf.


Dort erleben wir im Robert Schumann Saal ein ganz wundervolles Konzert mit der Klarinettistin Sabine Meyer und dem Alliage Quintett. Da die Tochter ja auch Klarinette spielt, eine kleine Motivation, weiterhin Spaß daran zu haben und das hat auch geklappt 😉.

Nun wünsche ich euch eine schöne Woche!