Montag, 26. Februar 2018

Ordnung - innen und außen

Beim Jahr der Möglichkeiten, dem Online-Jahreskurs von Ramona und Nadine, ging es im Februar um das Thema "Ordnung". Es gab viele Denkanstösse, Aufgaben zum Mitmachen und Ideen. Das Thema Ordnung lässt sich ja tatsächlich von vielen unterschiedlichen Seiten beleuchten und angehen. Neben den mehr organisatorischen Tipps, wie man am besten aufräumt und Ordnung hält, hat es ja auch viel mit unserem Innenleben zu tun.
Das ist mir sehr jetzt am Wochenende aufgefallen, das ich zusammen mit unserem Liturgiekreis und 13 Kommunionkindern in der Jugendherberge verbracht habe (leider waren einige krank 😞). Klar könnte man denken, dass Kinder an sich ja gerne mal Chaos verbreiten. Die meisten Kinder waren aber durchaus gut in der Lage, ihre Sachen zusammen zu halten und im Zimmer einigermaßen Ordnung zu halten. Es gab jedoch einzelne Kinder, bei denen sich der Inhalt des Koffers komplett über die Hälfte des Zimmers verteilte. Diesen Kindern fiel es ganz besonders schwer, aufzuräumen und die eigenen Dinge zu finden. Es fehlte eigentlich komplett der Blick für die Dinge und die Wertschätzung der eigenen Sachen. Das Außen spiegelt das Innen. Nicht nur die Wertschätzung der Dinge, auch die Wertschätzung von sich selbst war bei diesen Kinder sehr instabil.
Mich hat es wieder einmal daran erinnert, dass es sich durchaus lohnt, es sich schön zu machen. Wenn ich auf die Dinge achte, die Küche und den Esstisch aufräume und vielleicht auch noch einen kleinen Blumenstrauß oder ein paar Kerzen darauf stelle, gestalte ich nicht nur den Raum, sondern auch das was ich sehe. Ich bin es mir wert, meinem Blick Schönheit zu schenken.
Auch wenn solche Momente in einer großen Familie oft nur von kurzer Dauer sind, lohnt es sich immer wieder, sie zu schaffen. Ich habe mir jedoch auch abgewöhnt, mich darüber aufzuregen, wenn andere Familienmitglieder da einen anderen Blick haben oder anders aufräumen. Während ich beim Aufräumen sortiere, packt der Mann gerne alles in eine Kiste und stellt sie außer Sichtweite. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass Dinge neu gesucht werden müssen.
Meinen liebsten Ordnungstipp habe ich auch schon einmal bei der Rezension von "Die magische Küchenspüle" vorgestellt. Eine glänzende Spüle erfreut den Blick und strahlt auf den Rest des Hauses oder zumindest der Küche aus. "Ich weiß nicht warum, aber eine strahlende Spüle lässt Ihren Tag jeden Morgen mit einem Lächeln beginnen." (Marla Cilley)
Letztlich ist das sich Kümmern um die Dinge also auch ein Kümmern um sich selbst und das sollte es uns wert sein. 

Donnerstag, 22. Februar 2018

Bananenchips selbst gemacht

Ich bemühe mich, mehr darauf zu achten, möglichst alles, was wir so gekauft haben, auch zu verwerten bzw. wenig wegzuwerfen. Was immer mal wieder übrig bleibt, sind Bananen. Die bekommen ja schnell dunkle Stellen und dann mag sie keiner mehr essen. Sehr gerne haben wir daraus einen Milkshake gemacht, aber irgendwie schwirrte mir im Kopf herum, dass wir es doch auch mal mit Bananenchips probieren könnten.
Da wir keinen Dörrautomat haben, habe ich die Bananen auf ein Backblech geschnibbelt. Je dünner, desto besser. Beim ersten Versuch war es bereits später Nachmittag und dementsprechend hatten wir wenig Zeit.
Also habe ich versucht, die wenige Zeit durch mehr Hitze auszugleichen. bei 200° wurden die Bananenscheiben ca 20 Minuten gebacken und begannen, bereits etwas knusprig braun zu werden. Danach habe ich das Backblech kurz in die kalte Winterluft gestellt, um die Chips abzukühlen.
Tatsächlich waren die dünnen Scheiben knusprig geworden und ließen sich gut knuspern. Um wirklich gute Bananenchips zu machen, muss man aber doch mehr Zeit einrechnen. Es wird empfohlen, die Bananen bis zu sechs Stunden (und evtl. länger) bei 70 bis 80 Grad Umluft zu trocknen. Danach sind die Chips lange haltbar und lassen sich gut aufbewahren.
So lässt sich einfach und günstig ein Snack ohne Zuckerzusatz herstellen, der vielseitig verwendbar ist. Wer einfach mal auf die Schnelle, eine leckere Müsli-Zutat herstellen möchte, kann auch die 20-Minuten-Variante ausprobieren. Viel Spaß beim Experimentieren!

Montag, 19. Februar 2018

Wochenende 17./18.02.18

Mal wieder ein Blick auf unser Wochenende. Mehr Wochenenden in Bildern finden sich bei Frau Mierau. Zur Zeit gibt es kaum einen Tag ohne Termine und das löst bei mir meistens schon im voraus Stressreaktionen aus. Ich übe mich aber darin, das ganze gelassen zu sehen und einfach auf mich zukommen zu lassen, den schließlich sind die meistens Termine ja auch ganz schön.
Am Freitagabend haben wir einen Abend zur Einstimmung auf den Weltgebetstag der Frauen, der in diesem Jahr aus Surinam kommt, gestaltet. Es gab ein paar Infos zu diesem für die meisten eher unbekannten Land, viel Musik und was leckeres zum Essen und zum Trinken.

Die Nacht zum Samstag war dann recht anstrengend, denn der Jüngste wanderte gegen 1 Uhr zu mir ins Bett. Dementsprechend war ich am Samstagmorgen sehr müde.
Also erst einmal Tee für Mutter und Sohn.
Der Sohn ist gar nicht müde und puzzelt schon fleißig.
Der Mann holt Brötchen und nach dem Frühstück bin ich bei der Vorbereitung der Kommunionkinder aktiv. Es geht um das Thema "Namen".
Wieder zu Hause wird noch schnell ein Kuchen gerührt und Mittagessen gekocht. Dann müssen noch ein paar Arbeitsdinge erledigt werden. Der Mann hat abends Dienst und ruht noch etwas, da er die ganz Nacht wach sein wird.

Die große Tochter war übrigens kreativ und hat dem jüngsten Sohn ein tolles Bild gemalt. 💓
Wiederentdeckt: zur Zeit spielen wir gerne Cluedo. Ich muss mich da noch etwas reinfuchsen, aber die Kinder haben es schon gut raus.
Abends gehen wir dann früh ins Bett, um noch etwas Schlaf nachzuholen.
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Der Sonntag beginnt etwas gemütlicher, der Jüngste lässt mich bis fast 8 Uhr schlafen. Der Mann kommt müde vom Dienst, wir frühstücken und gehen dann in den Sonntagsgottesdienst.
Wieder zu Hause habe ich etwas Strickzeit mit dem Podcast Knitting cats and unicorns. Dann wird gekocht und organisiert, denn der große Sohn möchte noch ins Stadion, obwohl wir ihn eigentlich bei der Betreuung des Jüngsten eingeplant haben. Zum Glück kommt die große Tochter und springt ein. Wir fahren den Sohn zum Bahnhof und dann weiter nach Düsseldorf.


Dort erleben wir im Robert Schumann Saal ein ganz wundervolles Konzert mit der Klarinettistin Sabine Meyer und dem Alliage Quintett. Da die Tochter ja auch Klarinette spielt, eine kleine Motivation, weiterhin Spaß daran zu haben und das hat auch geklappt 😉.

Nun wünsche ich euch eine schöne Woche!

Mittwoch, 14. Februar 2018

Mein Kochbuch im Februar: Sarahs Kochbuch für das ganze Jahr

Jede Menge Kochbücher im Regal und ich schaue viel zu selten hinein. Daher gibt es 2018 die Kochbuch-Challenge, bei der ich mir jeden Monat ein neues Kochbuch heraussuche, einige Gerichte daraus koche und das Kochbuch hier noch einmal vorstelle.
Für den Februar habe ich mir Sarahs Kochbuch für das ganze Jahr von Sarah Wiener ausgesucht. Das Kochbuch steht schon eine ganze Weile in meinem Regal und ich habe bisher nur einzelne Rezepte daraus probiert.
Sarah Wiener schätze ich ganz besonders und habe über ihre Sendungen auch wirklich viel gelernt. Ich erinnere mich noch an eine Dokumentation, die ich über ihre Anfänge als Köchin gesehen habe, als sie in einem ausrangierten Lastwagen der NVA begann für Filmteams zu kochen. Später war sie dann oft im Fernsehen präsent mit wunderbaren kulinarischen Reisen auf arte und ganz besonders einer kleinen Serie, bei der sie mit Kindern in Südfrankreich gekocht hat. Na und als wir in Berlin waren, haben wir natürlich auch ihr Restaurant im Hamburger Bahnhof besucht und sehr lecker dort gegessen.


Sarah Wiener kocht zwar nicht nur vegetarisch, hat aber sehr viele schöne vegetarische Gerichte in ihrem Kochbuch, die sich wunderbar kombinieren oder variieren lassen.
Die Pfannkuchen oben auf dem Bild hat sie beispielsweise mit Kürbis gefüllt, ich habe mich für Mangold und Tomaten entschieden.
Ein echtes Experiment waren die Bratlinge aus Bulgur und Lauch, die ganz wunderbar gelungen sind und ruckzuck aufgegessen waren. Solche Gemüsebratlinge sind wirklich schnell selbst gemacht.

Gemüse-Bratlinge

150g Bulgur
Gemüsereste, z.B. Lauch, Möhren, Kürbis, Zwiebeln
350 ml Gemüsebrühe
2 Eier
4 EL Semmelbrösel
2 EL Mehl
Salz und Pfeffer

Gemüse in etwas Öl in einem Topf anbraten, mit Brühe auffüllen und ca. 10 Minuten quellen und abkühlen lassen. Dann die restlichen Zutaten hinzugeben und zu einer festen Masse verarbeiten. Bratlinge in Öl knusprig braten.

Es gibt auch einige Süßspeisen-Rezepte, unter anderem die Topfenbällchen, die ich in den Karnevalstagen ausprobiert habe.
Ganz köstlich war auch der gebackene Schafskäse auf Rote-Beete-Carpaccio und Salat. Die Rezepte in dem Kochbuch sind nach Jahreszeiten geordnet und es gibt immer Tipps, wie sich Reste verwerten lassen. Der Wert von gutem Essen ist Sarah Wiener auch in ihrem aktuellen Buch Zukunftsmenü: Was ist uns unser Essen wert? - Gesund und nachhaltig genießen wichtig. Sie wird nicht müde, uns darauf hinzuweisen, wie wichtig es ist, auf Qualität und guten Zutaten zu achten und wie einfach es eigentlich ist, damit gut zu kochen.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Rezension: Ein Wunder alle hundert Jahre

Alle hundert Jahre wiederholt sich ein Naturschauspiel vor der Küste einen kleinen Insel in der Nähe von Seattle. Das Wasser schimmert für sechs Tage grün, weil winzige Wassertierchen, die Artemia lucis, sich in dieser Zeit vermehren. Um das Phänomen ranken sich viele Mythen, die von den Ureinwohnern der Insel nur untereinander weiter gegeben wurden. In dem Roman "Ein Wunder alle hundert Jahre" von Ashley Ream, der bei btb erschienen ist, beschäftigt sich eine Gruppe Wissenschaftler mit dem Naturphänomen. Die junge Biologin Dr. Rachel Bell hat jedoch noch ein ganz eigenes Interesse. Sie erhofft sich, dass das grüne Wasser ihr helfen kann, die unerträglichen Schmerzen, die sie seit einem schrecklichen Ereignis in der Kindheit hat, zu lindern. Neben Rachel Bell spielt auch noch ein älteres Paar, das auf der Insel lebt, eine Rolle. Bei ihnen quartiert sich Rachel ein und bringt einiges durcheinander. Je weniger Zeit bleibt, um dem Geheimnis der Artemia lucis auf die Spur zu kommen, um so angespannter werden die Protagonisten des Buches und um so spannender wird die Geschichte.
Die Autorin versteht es sehr geschickt, die Spannung aufrecht zu erhalten und komplexe Figuren zu zeichnen. Obwohl die junge Wissenschaftlerin Rachel Bell eher rücksichtslos und unsympathisch erscheint, kann man sich als Leserin gut in sie einfühlen und mit ihr mitfiebern. Auch die anderen Figuren des Romans sind vielschichtig und die Geschichte nimmt immer wieder eine neue Wendung. Sprachlich witzig und elegant ist das Buch ein echtes Lesevergnügen. Ashley Ream, die bereits mit ihrem ersten Buch "30 Tage und ein ganzes Leben" sehr erfolgreich war, hat einen wirklich spannenden zweiten Roman vorgelegt, den ich mir auch sehr gut als Film vorstellen kann.

Dienstag, 6. Februar 2018

Fertig gestrickt: Leftie 2.0

In Januar hatte ich mir vorgenommen, ein Ufo (unfertiges Objekt) fertig zu stricken und da fiel mir als erstes der Leftie ein, den ich Anfang 2017 angefangen hatte und der schon länger vernachlässigt worden war.
Da, wo ihr den kleinen Fortschrittmarkierer seht, habe ich Anfang Januar im Rahmen des #machdasufofertigkal von Jetztkochtsieauchnoch wieder angefangen und war sehr schnell wieder im Muster drin.
Leftie ist eine Kaufanleitung von Martina Behm, die 2012 erschienen ist. Das Muster lässt sich ganz wunderbar variieren und lädt dazu ein, mit Farben und verschiedenen Garnen zu spielen. Meinen ersten Leftie habe ich 2014 gestrickt und meiner Mutter zum siebzigsten Geburtstag geschenkt.

Verwendet habe ich als Grundfarbe Cheeky Merino Joy von Rosy Green Wool in der Farbe Cornish Slate und verschiedene Gelbtöne aus dem Vorrat. Von der Hauptfarbe habe ich 111 Gramm, also etwas mehr als einen Strang, verbraucht. Gestrickt habe ich auf einer 2,5 mm Rundstricknadel, was durchaus etwas pieksig war. Ich bin sehr gespannt, ob sich das Tuch nach dem Waschen noch in seiner Haptik verändert und weicher wird, da ich es im Moment noch etwas rau empfinde.

Verlinkt beim creadienstag und HäkelLine