Mittwoch, 14. Februar 2018

Mein Kochbuch im Februar: Sarahs Kochbuch für das ganze Jahr

Jede Menge Kochbücher im Regal und ich schaue viel zu selten hinein. Daher gibt es 2018 die Kochbuch-Challenge, bei der ich mir jeden Monat ein neues Kochbuch heraussuche, einige Gerichte daraus koche und das Kochbuch hier noch einmal vorstelle.
Für den Februar habe ich mir Sarahs Kochbuch für das ganze Jahr von Sarah Wiener ausgesucht. Das Kochbuch steht schon eine ganze Weile in meinem Regal und ich habe bisher nur einzelne Rezepte daraus probiert.
Sarah Wiener schätze ich ganz besonders und habe über ihre Sendungen auch wirklich viel gelernt. Ich erinnere mich noch an eine Dokumentation, die ich über ihre Anfänge als Köchin gesehen habe, als sie in einem ausrangierten Lastwagen der NVA begann für Filmteams zu kochen. Später war sie dann oft im Fernsehen präsent mit wunderbaren kulinarischen Reisen auf arte und ganz besonders einer kleinen Serie, bei der sie mit Kindern in Südfrankreich gekocht hat. Na und als wir in Berlin waren, haben wir natürlich auch ihr Restaurant im Hamburger Bahnhof besucht und sehr lecker dort gegessen.


Sarah Wiener kocht zwar nicht nur vegetarisch, hat aber sehr viele schöne vegetarische Gerichte in ihrem Kochbuch, die sich wunderbar kombinieren oder variieren lassen.
Die Pfannkuchen oben auf dem Bild hat sie beispielsweise mit Kürbis gefüllt, ich habe mich für Mangold und Tomaten entschieden.
Ein echtes Experiment waren die Bratlinge aus Bulgur und Lauch, die ganz wunderbar gelungen sind und ruckzuck aufgegessen waren. Solche Gemüsebratlinge sind wirklich schnell selbst gemacht.

Gemüse-Bratlinge

150g Bulgur
Gemüsereste, z.B. Lauch, Möhren, Kürbis, Zwiebeln
350 ml Gemüsebrühe
2 Eier
4 EL Semmelbrösel
2 EL Mehl
Salz und Pfeffer

Gemüse in etwas Öl in einem Topf anbraten, mit Brühe auffüllen und ca. 10 Minuten quellen und abkühlen lassen. Dann die restlichen Zutaten hinzugeben und zu einer festen Masse verarbeiten. Bratlinge in Öl knusprig braten.

Es gibt auch einige Süßspeisen-Rezepte, unter anderem die Topfenbällchen, die ich in den Karnevalstagen ausprobiert habe.
Ganz köstlich war auch der gebackene Schafskäse auf Rote-Beete-Carpaccio und Salat. Die Rezepte in dem Kochbuch sind nach Jahreszeiten geordnet und es gibt immer Tipps, wie sich Reste verwerten lassen. Der Wert von gutem Essen ist Sarah Wiener auch in ihrem aktuellen Buch Zukunftsmenü: Was ist uns unser Essen wert? - Gesund und nachhaltig genießen wichtig. Sie wird nicht müde, uns darauf hinzuweisen, wie wichtig es ist, auf Qualität und guten Zutaten zu achten und wie einfach es eigentlich ist, damit gut zu kochen.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Rezension: Ein Wunder alle hundert Jahre

Alle hundert Jahre wiederholt sich ein Naturschauspiel vor der Küste einen kleinen Insel in der Nähe von Seattle. Das Wasser schimmert für sechs Tage grün, weil winzige Wassertierchen, die Artemia lucis, sich in dieser Zeit vermehren. Um das Phänomen ranken sich viele Mythen, die von den Ureinwohnern der Insel nur untereinander weiter gegeben wurden. In dem Roman "Ein Wunder alle hundert Jahre" von Ashley Ream, der bei btb erschienen ist, beschäftigt sich eine Gruppe Wissenschaftler mit dem Naturphänomen. Die junge Biologin Dr. Rachel Bell hat jedoch noch ein ganz eigenes Interesse. Sie erhofft sich, dass das grüne Wasser ihr helfen kann, die unerträglichen Schmerzen, die sie seit einem schrecklichen Ereignis in der Kindheit hat, zu lindern. Neben Rachel Bell spielt auch noch ein älteres Paar, das auf der Insel lebt, eine Rolle. Bei ihnen quartiert sich Rachel ein und bringt einiges durcheinander. Je weniger Zeit bleibt, um dem Geheimnis der Artemia lucis auf die Spur zu kommen, um so angespannter werden die Protagonisten des Buches und um so spannender wird die Geschichte.
Die Autorin versteht es sehr geschickt, die Spannung aufrecht zu erhalten und komplexe Figuren zu zeichnen. Obwohl die junge Wissenschaftlerin Rachel Bell eher rücksichtslos und unsympathisch erscheint, kann man sich als Leserin gut in sie einfühlen und mit ihr mitfiebern. Auch die anderen Figuren des Romans sind vielschichtig und die Geschichte nimmt immer wieder eine neue Wendung. Sprachlich witzig und elegant ist das Buch ein echtes Lesevergnügen. Ashley Ream, die bereits mit ihrem ersten Buch "30 Tage und ein ganzes Leben" sehr erfolgreich war, hat einen wirklich spannenden zweiten Roman vorgelegt, den ich mir auch sehr gut als Film vorstellen kann.

Dienstag, 6. Februar 2018

Fertig gestrickt: Leftie 2.0

In Januar hatte ich mir vorgenommen, ein Ufo (unfertiges Objekt) fertig zu stricken und da fiel mir als erstes der Leftie ein, den ich Anfang 2017 angefangen hatte und der schon länger vernachlässigt worden war.
Da, wo ihr den kleinen Fortschrittmarkierer seht, habe ich Anfang Januar im Rahmen des #machdasufofertigkal von Jetztkochtsieauchnoch wieder angefangen und war sehr schnell wieder im Muster drin.
Leftie ist eine Kaufanleitung von Martina Behm, die 2012 erschienen ist. Das Muster lässt sich ganz wunderbar variieren und lädt dazu ein, mit Farben und verschiedenen Garnen zu spielen. Meinen ersten Leftie habe ich 2014 gestrickt und meiner Mutter zum siebzigsten Geburtstag geschenkt.

Verwendet habe ich als Grundfarbe Cheeky Merino Joy von Rosy Green Wool in der Farbe Cornish Slate und verschiedene Gelbtöne aus dem Vorrat. Von der Hauptfarbe habe ich 111 Gramm, also etwas mehr als einen Strang, verbraucht. Gestrickt habe ich auf einer 2,5 mm Rundstricknadel, was durchaus etwas pieksig war. Ich bin sehr gespannt, ob sich das Tuch nach dem Waschen noch in seiner Haptik verändert und weicher wird, da ich es im Moment noch etwas rau empfinde.

Verlinkt beim creadienstag und HäkelLine