Donnerstag, 19. April 2018

Notizen aus der Strohwitwenwoche

Seit einigen Jahren fährt der Mann im Frühjahr eine Woche lang zu den Psychotherapietagen in Lindau. Eine Woche, die ich also hier alleine mit den Kindern verbringe. Er bekommt dort jede Menge neue Impulse für seine Arbeit und ich schwanke zwischen dem Jonglieren mit Terminen und To-Dos und aber auch etwas mehr Zeit, mich in eigenen Gedanken und Projekten zu verlieren, denn die sonst anstehenden Aufgaben für die Praxis fallen weg.

Es steht so einiges an diese Woche: eine Kirchenführung mit den Vorschulkindern aus dem Kindergarten, Frauenfrühstück, ein Konzert / Vorspiel der jüngeren Tochter, letzte Vorbereitungen für die Erstkommunion, noch ein Frauenfrühstück, für das es einiges vorzubereiten gibt, der Wocheneinkauf und die Lichterfeier für die Kommunionkinder.

Wenn sich ein Termin an den anderen reiht, wie in dieser Woche, die Einkäufe geplant werden wollen und so manches spontan umgeplant werden muss, merke ich, dass ich mir Pausen schaffen muss und dann auch mal etwas absage, um mehr unverplante Zeit zu haben.

Da abends der Fernseher aus bleibt, habe ich mehr Strickzeit und bin bei meinem Reagan-Cardigan ein gutes Stück weiter gekommen.

Zwischendurch findet sich das eine oder andere im Netz, das ich eigentlich gerne weiter verfolgen möchte. Sehr gut hat mir der Artikel von Ramona über das Bibel Art Journaling gefallen. Dabei arbeitet man direkt in einer Bibel mit den Texten und hebt einzelne Sätze kalligrafisch und künstlerisch heraus. Als ich in diesem Zusammenhang über mein liebstes Bibelzitat nachdachte, kam ich auf: "Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich." (Psalm 23.4)

Dem Mann geht es gut. So ein bisschen Abstand ab und zu finde ich ja nicht schlecht, um auch noch einmal die Beziehung zu reflektieren und einfach mal zu merken, wie und wo der andere einem fehlt. Die Kinder vermissen den Papa natürlich und der Jüngste ist ziemlich anhänglich und schläft am liebsten in Mamas Bett.
Ich merke, dass ich schlecht schlafe. Nachts bin ich hellwach und tagsüber kommt dann irgendwann die Müdigkeit. Aber so eine Woche vergeht dann letztlich schnell. Wir genießen jetzt noch die warme Frühlingssonne. Habt eine gute Zeit!


Keine Kommentare: